Mit glasierter Entenbrust zur Grill-WM

Marktoberdorf (af). Grillen? Das bedeutet Kohle zum Glühen bringen, darüber Würstchen oder Nackensteak legen und warten, bis das Fleisch gebräunt ist. Zumindest gilt dies für die meisten, die sich im Garten gern die Kochschürze umhängen. Aber glasierte Entenbrust, Lachsfilet mit Spargel, Buchenrauch-Forelle, angereichert mit Kräuter-Krabben, mit mariniertem Backobst gefülltes Rinderfilet? Das geht doch gar nicht zu grillen, wird mancher sagen. Geht doch, antwortet da die 'Rösle hot-fire-group'. Die Formation des Marktoberdorfer Unternehmens beteiligte sich damit sogar an der Grill-Weltmeisterschaft in Pirmasens. Es war eine Radio-Reportage über eben jene Weltmeisterschaft, die Ralph Müller aufhorchen ließ. Weil der Verkaufsleiter Süd leidenschaftlicher Hobbykoch und vor allem Griller ist, stand der Entschluss fest: 'Da müssen wir hin.' Wir, das waren Außendienstmitarbeiter von Rösle. Eine sonst für die Teilnahme nötige Qualifikation hatte die Gruppe nicht vorzuweisen, nur die eigene Empfehlung an den Veranstalter: 'Sie verpassen was im Leben, wenn wir nicht dabei sind.' Für dieses Argument erhielt sie das Ticket. Sicher, weil die Küchengeräte aus Marktoberdorf den Kunden auch in der Praxis gezeigt werden müssen und die meisten sich nebenbei zu Hause mit Rezepten und Zubereitung beschäftigen, war ihnen das Kochen nicht fremd. Nun galt es aber, einen ausgefeilten Menü-Plan zu entwerfen, dessen Versprechungen dann grillend in die Realität umgesetzt werden sollten. Spareribs, Lachs und Forelle, Huhn oder Ente sowie Rinderfilet oder -hüfte waren als Grillgut vorgegeben. Dies alles sollte im Stundentakt der Jury schmackhaft und warm serviert werden. Allein um die zeitliche Abstimmung festzulegen und um festzustellen, wie lange die Lebensmittel tatsächlich zum Garen benötigen, bezog die Gruppe an zwei Wochenenden bei Renate Kreyer in einem Ort zwischen Stuttgart und Ulm Quartier. Sie gilt wegen ihrer Schulungen, Vorführungen und besonderen Events für Rösle als Fachkraft und überzeugte mit ihrem Wissen auch ihre Mitstreiter. Während an einem Sonntag die Kirchenglocken zum Gottesdienst riefen, 'haben wir gerade die erste Ente vom Grill gezogen'.

Sterne-Koch am Start Die Vorbereitungen seien, so Müller, noch harmlos zu dem gewesen, was andere Teams an Aufwand betrieben. 'Es gab sogar welche, die waren zwei Wochen lang im Trainingslager.' Denn eine Weltmeisterschaft ist eben kein Grillen im eigenen Garten. Sogar ein Ein-Sterne-Koch und ein Fernsehteam von Pro 7 mit Star-Koch Ralf Zacherl waren angetreten, die Gaumen der Juroren zu erfreuen. Genutzt hat das prominente Aufgebot nichts. Mit ihren Kreationen ließ die 'Rösle hot-fire-group' diese Teams und sogar den bis dahin amtierenden Weltmeister hinter sich. Sie belegte in der Weltrangliste Platz 23 bei insgesamt 62 Vertretungen. In der deutschen Wertung erreichte sie Rang acht. 'Die Abläufe waren perfekt abgestimmt und das Ambiente äußerst sympatisch', beschreibt Müller die Freiluft-Küche. Barkeeping-Showeinlagen und das Anzünden des Grills durch einen Feuerspucker hätten den Stand zu einem Publikumsmagneten gemacht.

Backform für das Fett Kein Wunder, dass da auch der Rundfunksender SWR 3 auf die Gruppe aufmerksam wurde. Sie gab nicht nur Interviews, sondern durfte auch im 'Chor der Schwerarbeiter' ihre Tonkünste zum Besten geben. Allerdings bekennt Müller: 'Gegrillt haben wir besser.' Aber nicht in einem herkömmlichen, sondern in einem Kugelgrill. 'Da zirkuliert die Wärme wie in einem Kochtopf. Darin lassen sich auch Ente oder Rollbraten zubereiten.' Wobei Müller in die Mitte des Grills eine Brotbackform als Auffangschale für das Fett platziert und drumherum die Kohle legt. In der Schale wiederum lasse sich das Gemüse garen. 'Wenn das Fett dann reintropft, gibt das einen super Geschmack', so der Experte. Nach diesem Erfolg sei das Team 'ganz enthusiastisch'. Es habe bereits die nächste Weltmeisterschaft im Visier. Die findet dann auf Bali statt. Ob die Gruppe tatsächlich dort die Kohlen entzündet, stehe auf einen anderen Blatt. Auf jeden Fall aber sollen die Außendienstmannschaft von Rösle und die Produktmanager bald in den Genuss der Grillspezialitäten kommen - sie werden dabei bestimmt manch willkommene Anregung für die eigene Grillparty zu Hause erhalten.

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