Mit dem Wohnwagen zum Ette

Marktoberdorf/Ostallgäu(vit). - Beim Ettwieser Weiher könnte in den nächsten Jahren eventuell ein Campingplatz für 50 Wohnwagen gebaut werden. Diese Idee präsentierte Stadtbaumeister Herbert Sauer am Montag im Bauausschuss. Denn die Verwaltung solle sich auch Gedanken machen, wie man den großen städtischen Grundbesitz besser verwerten könne. Sauer forderte die Stadträte auf, sich über den Vorschlag Gedanken zu machen und im Lauf des Jahres zu entscheiden, ob man die Planung weiter verfolgt. Denn Voraussetzung für den Bau wäre ein längeres Genehmigungsverfahren. Die Investitionskosten schätzten manche Räte auf rund eine Million Euro. Sauer verwies darauf, dass der Fremdenverkehr vor allem im Campingbereich noch Zuwachs verzeichnet. Am Ettwieser Weiher nun finde sich fast alles, was Wohnwagen-Urlauber sich wünschen: viel Natur, ein Badesee, gute Radfahrrouten, Wandermöglichkeiten, nahe gelegene Tennisplätze und Reitställe sowie eine Stadt mit guter Infrastruktur in der Nähe. Kurzum: der ideale Standort für Camper der gehobenen Klasse, die sich nur das Frühstück selbst zubereiten, zum Essen aber in ein Lokal gehen.

50 Stellplätze für den Anfang Sauer hat für rund 50 Campingeinheiten das Gelände zwischen dem städtischen Bauernhof in Ettwiesen und dem Bade-Kiosk im Auge. Möglich wäre auch eine spätere Erweiterung um 30 bis 40 Stellplätze. Dauercamper sollten nicht zugelassen werden, öffnen könnte die Anlage von Frühjahr bis Herbst. Den Bauernhof möchte Sauer für Sanitäranlagen und einen kleinen Laden umgestalten. Laut Sauer sollte die Stadt den Umbau vorfinanzieren und die Anlage komplett verpachten. In ersten Reaktionen äußerten sich die Ausschuss-Mitglieder vorwiegend zustimmend: Das würde zwar ein sehr schöner Campingplatz, würde aber die Naherholung der Marktoberdorfer am Ettwieser Weiher beeinträchtigen. Für die Wirtschaft wäre dies aber ein guter Impuls, meinte etwa Uta Brunnhuber (CSU). Auf jeden Fall einen Planungsauftrag an die Verwaltung geben, riet Wolfgang Hannig (SPD). Da nicht alle Campingplatzbesucher (maximal 200 Personen bei 50 Stellplätzen) gleichzeitig zum Baden gehen, sieht er keine Kapazitätsprobleme beim Badesee. Dieses Tourismussegment für die Wirtschaftskraft der Stadt zu nutzen, riet auch Clara Knestel (Grüne). Wolfgang Schmid (FW) meldete Bedenken von einigen Anwohnern an. Bürgermeister Werner Himmer schlug vor, das Thema in einer der nächsten Sitzungen nochmal aufzugreifen. Dann soll möglicherweise die Verwaltung beauftragt werden, einen Planentwurf zu erstellen und die Kosten zu ermitteln.

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