Enzenstetten / Füssen
Mit Blaulicht und heißem Tee

200 Liter Tee, tröstende Worte und Informationen: Das gab es von der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) aus Pfronten und Füssen für die stundenlang vor dem Grenztunnel wartenden Autofahrer.

Wie berichtet, kam es am Samstag zu einem Mega-Stau auf der A7 in Richtung Grenztunnel. Gegen 15 Uhr ging nichts mehr: Die Fahrzeuge standen von Enzenstetten bis zum Tunnel. Eine Weiterfahrt nach Österreich war nicht mehr möglich, da sich der Verkehr auch nach der Grenze kilometerweit staute und der Fernpass gesperrt war.

Das war die Situation, als die SEG aus Pfronten und Füssen ihren Einsatz begann. Nach ihrer Alarmierung luden die 15 ehrenamtlichen Helfer Wärmebehälter voll heißen Tees in ihre Einsatzfahrzeuge und kämpften sich über eine Behelfszufahrt durch das Verkehrschaos: Mit Blaulicht und im Schritttempo bahnten sich die Fahrzeuge ihren Weg. Die Rotkreuzler gingen von Auto zu Auto, boten heißen Tee und Informationen an.

«Die Leute, die oft schon stundenlang warteten, waren dankbar, dass wir kamen und sie über die Ursache des Staus informierten», berichtet André Lohse, Bereitschaftsleiter aus Füssen. «In Absprache mit der Polizei rieten wir ihnen, die Autobahn zu verlassen und sich ein Quartier zu suchen.»

Viele Feriengäste waren betroffen, oft Familien mit Kindern, aber auch viele Ostallgäuer und Außerferner. «Die Autofahrer konnten es oft gar nicht glauben, dass das ein kostenloser Service ist. Etliche waren verzweifelt, weil der neue Autobahnabschnitt noch gar nicht von ihrem Navi erfasst war und sie gar nicht genau wussten, wo sie sich befanden», so Lohse weiter.

Gegen 19 Uhr entspannte sich die Lage: Die meisten Fahrzeuge wurden von der Polizei über die Ausfahrten Füssen und Oy von der Autobahn abgeleitet. Um 20.15 Uhr war die Autobahn wieder frei und der Versorgungseinsatz beendet.

Organisationsleiter Andreas Allgaier aus Pfronten zog eine positive Bilanz: Die SEG-Mitglieder haben in dem fünfstündigen Einsatz über 200 Liter Tee ausgegeben und in vielen Fällen getröstet und Mut gemacht. Probleme - sei es, dass jemandem der Sprit ausgegangen ist oder dass Personen medizinisch versorgt werden mussten - sind nicht aufgetreten. «Die Einsatzkräfte haben ihre Sache gut gemacht», lobt Allgaier.

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