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«Mit blauem Auge davongekommen»

«Wir haben mit einer höheren Arbeitslosenquote gerechnet.» Mit diesem Satz fasst Monica Swoboda das Jahr 2009 der Agentur für Arbeit in Lindau zusammen. Im vergangenen Dezember bezogen 1696 Bürger Arbeitslosengeld I - eine Quote von 4,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von knapp einem Prozent.

Monica Swoboda, stellvertretende Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit in Lindau, fasst zusammen: «Für das Jahr 2009 sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.»

Eine deutliche Zunahme ist bei der Gruppe der unter 25-Jährigen zu verzeichnen - diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 219 mehr als verdoppelt. Warum? «In der Krise werden eben nicht mehr alle Auszubildende in feste Beschäftigungsverhältnisse übernom-men», sagt Monica Swoboda und verweist auf die Zahl der über 50-Jährigen, die ebenfalls ein Indiz für Krisenzeiten sei: Auch hier gab es mit einem Plus von 438 auf 464 einen spürbaren Anstieg. Der resultiere aus der Tatsache, dass in Krisenzeiten ältere Mitarbeiter ihre Stellen aufgeben, wenn diese im Gegenzug eine Abfindung erhielten. Stichwort Aufhebungsvertrag.

Es gibt auch Grund zur Hoffnung: So berichtet Monica Swoboda, dass die Anträge auf Kurzarbeit deutlich rückläufig seien.

Die Zahl der offenen Stellen im Vorjahresvergleich ist sehr stark zurückgegangen: um fast ein Drittel auf nun 337.

Auffällig sei, dass der Markt stark in Bewegung ist: «Zwar sind im Dezember 481 Arbeitslose dazugekommen. Gleichzeitig haben aber 417 eine neue Stelle gefunden.

Insgesamt ist die Geschäftsstelle Lindau mit dem Jahr 2009 zufrieden, da die Befürchtungen nicht eingetroffen sind. Für Monica Swoboda ist noch ein Punkt entscheidend, warum der Verlauf der Krise noch vergleichsweise milde ist: «Viele Lindauer haben den Arbeitsmarkt Vorarlberg und Schweiz für sich entdeckt. Das verteilt sich mittlerweile auf alle Berufsgruppen»

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