Sonthofen / Oberallgäu
Mit Biomasse anfangs ins Minus gerutscht

Mit massiven Startschwierigkeiten hatte der Abfallzweckverband ZAK beim Biomasseheizkraftwerk Sonthofen zu kämpfen. Drei Jahre lang wurde nur die Hälfte der geplanten Strommenge erzeugt, weil eine Turbine nicht rund lief. Seit Anfang 2008 sei man nun aber im Soll, erklärte Bereichsleiter Christoph Lindermayr. Das Minus aus der Anfangsphase beziffert er auf über eine halbe Million Euro.

«Die Anlage läuft jetzt ohne Probleme», sagte Lindermayr in der jüngsten ZAK-Sitzung. An die Wärmeversorgung sind mittlerweile 66 Übergabestationen angeschlossen. 2010 sollen weitere Kunden gewonnen werden. Eine Gewährleistung für die schadhafte Turbine habe es nicht gegeben, räumte Lindermayr ein. «Wir haben auf einen Großteil unserer Forderungen verzichtet», berichtete er: «Einen Tod muss man immer sterben. Wäre der Fall vor Gericht gegangen, hätten wir heute noch keine neue Turbine.»

Immerhin habe der Generalunternehmer, die Firma Polytechnik, auch eine Million Euro nachgebuttert, damit die Anlage reibungslos laufe.

Strom für 1000 Haushalte

Die Nahwärmelieferung beläuft sich jetzt auf rund 17500 Megawattstunden pro Jahr und soll noch ausgebaut werden. 93 Prozent stammen aus der Verarbeitung von Biomasse. Dadurch könnten umgerechnet 2,3 Millionen Liter Heizöl beziehungsweise 2,3 Millionen Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Rund 2500 Megawattstunden pro Jahr werden an Strom erzeugt. Das reicht laut ZAK aus für 1000 Zweipersonenhaushalte.

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