Buchloe
«Mein Schatz» bekommt ein großes «Himmelsfenster»

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Wie erklärt man einem dreijährigen Kind, dass es seinen alten Kindergarten bald nicht mehr geben wird, es für ein Jahr umziehen muss und währenddessen etwas ganz Neues gebaut wird? Dieser Herausforderung stellt sich seit Monaten der Integrative Kindergarten Don Bosco. Während sich die Erwachsenen bei Treffen des Arbeitskreises und bei Informationsabenden schon lange mit dem «Projekt Umzug-Abriss-Neubau» intensiv auseinandersetzen, versucht das Kindergartenpersonal, auch die Mädchen und Buben an das komplexe Thema heranzuführen.

Unter anderem beschloss die Kinderkonferenz, dass die Maßnahme, die lange Zeit den abstrakten Namen «Projekt Umzug-Abriss-Neubau» hatte, in «Mein Schatz» umbenannt wird. Mit Spannung erwarten die Kinder jetzt, was aus der Schatzkiste herauskommt.

Etwas konkreter wurde es gestern für die Kleinen. Architektin Annette Degle besuchte jede Gruppe, legte Pläne («Schatzkarten») aus und erläuterte das Modell mit einfachen Worten. Die Kinder durften sich sogar schon einen neuen Raum aussuchen und ihn im Plan in der jeweiligen Farbe ausmalen. «Das Gymnasium wird aber viel größer», erklärte der sechsjährige Gabriel. Da er bald ein Schulkind ist, kann er die neue Kindertagesstätte, die im Frühjahr/Sommer 2011 fertig sein soll, dann nur besuchen.

Besonders beeindruckt waren die Mädchen und Buben von der Rampe, die vom Obergeschoss aus direkt in den Garten führen wird, von den raumhohen Fenstern und dem Oberlicht («Das ist ja ein Himmelsfenster.»).

Der Umzug in das Haus der Begegnung («Hadebe») beziehungsweise in den Antonia-Kindergarten findet mit Unterstützung der Eltern, die sich fleißig in die Listen in der Eingangshalle eintragen, am Rosenmontag und Faschingsdienstag statt (siehe Infokasten). Kisten werden allerdings schon seit rund sechs Wochen gepackt. «Wir haben im Hadebe nur rund die Hälfte Platz zur Verfügung», erklärt die Kindergartenleiterin Susanne Mrazek: einen Meditations- sowie drei Gruppenräume, Toiletten und ein Besprechungszimmer, das wohl gleichzeitig zum Büro und Therapieraum umfunktioniert wird.

Unzählige, akribisch beschriftete und katalogisierte Kartons müssen etwa ein Jahr lang in zwei angemieteten Lagerräumen geparkt werden. «Eine große Hilfe ist Karl Kutter, der Verwalter des Hadebes», freut sich Susanne Mrazek, «er denkt mit, ist total kooperativ und unterstützt uns viel.»

Eine Herausforderung wird sowohl für die Kinder und Eltern als auch für das Personal die räumliche Trennung. «Eine Containerlösung wäre definitiv einfacher gewesen», ist sich Mrazek sicher. Da aber alle Beteiligten immer nach der besten Alternative suchen, ist sie sehr zuversichtlich, dass alles gut über die Bühne geht.

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