Mehrzweckhalle: Jetzt sind Vereine gefordert

Großkitzighofen/Lamerdingen(ofr). - Die nächsten Jahresversammlungen der drei größten Lamerdinger Vereine werden spannend: Dann sollen Schützen, Musik und Sportler über die Zukunft der geplanten Mehrzweckhalle entscheiden. Mindestens zwei Drittel der Mitglieder, so eine Bedingung von Bürgermeister Hanspeter Eberhardt, sollten sich bei den vereinsinternen Abstimmungen für den Bau der Halle aussprechen. Ohne den Rückhalt der Vereine und ihre Zustimmung zu weiteren Auflagen wie etwa der eigenverantwortlichen Realisation und dem späteren Unterhalt der Mehrzweckhalle, wird Eberhardt das auf 2,4 Millionen Euro geschätzte Neubauprojekt 'nicht unterstützen'. Im nächsten Monat will der Lamerdinger Bürgermeister deshalb im Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss zur Diskussion stellen, der den gemeindlichen Zuschuss in Höhe von 1,1 Millionen Euro zum Bau der Mehrzweckhalle an eine Reihe von Bedingungen knüpft. Bei der Bürgerversammlung für die beiden Ortsteile Klein- und Großkitzighofen erläuterte Eberhardt, unter welchen Auflagen er das nicht ganz unumstrittene Lamerdinger Großvorhaben mittragen kann. Sollte sein Beschluss-Vorschlag in irgendeiner Weise 'abgemildert werden, dann mach ich nicht mehr mit', drohte der Bürgermeister, der nach wie vor für die Mehrzweckhalle eintritt, aber die langfristige finanzielle Belastung der Gemeinde möglichst niedrig halten will.

Viele kritische Meldungen Dass die geplante Mehrzweckhalle nicht bei allen Bürgern gleich gut ankommt, zeigte sich an den zahlreichen kritischen Meldungen im voll besetzten Schützenheim in Großkitzighofen. 'Der Lamerdinger Schützenverein hat keinen Bedarf an der Halle, da kommen sowieso nur fünf bis sechs Leute zum Schießabend, beim Sportverein ist es auch fraglich', meinte ein Bürger, der allein der Musikkapelle einen echten Bedarf an solchen Räumlichkeiten zubilligte. Nicht weniger rigoros der Vorschlag eines Bürgers, der die 'Bauchschmerzen des Bürgermeisters' mit einem niedrigeren Zuschuss der Gemeinde zum Großprojekt kurieren will. Ansonsten könne man 'die 1,1 Millionen Euro auch gleich zum Schuldenabbau' der Kommune einsetzen.

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