Mehrheit im zweiten Anlauf

Altusried(raf). - Im zweiten Anlauf hat sie im Altusrieder Rat nun doch die nötige Mehrheit gefunden: die Veränderungssperre für das Windkraft-areal am Langenberg bei Kimratshofen. Konsequenz: Der vor kurzem eingegangene Bauantrag für ein weiteres Windrad ist - ebenso wie mögliche weitere Anträge - damit auf längere Zeit auf Eis gelegt. Die mit 13:5 Stimmen beschlossene Veränderungssperre gilt bis zum Abschluss des laufenden Bebauungsplanverfahrens, maximal aber zwei Jahre. In dieser Zeit darf im Bereich der Windkraft-Konzentrationsfläche kein Bauvorhaben verwirklicht werden - Ausnahmen, etwa im Bereich der Landwirtschaft, bedürfen der Zustimmung der Räte. Die erneute Abstimmung über dieses Thema war nötig geworden, weil der vom Gremium ursprünglich gewählte Weg (die Zurückstellung des jüngsten Bauantrags durch das Landratsamt) baurechtlich nicht möglich ist.

Hintergrund: Die Kreisbehörde sieht viele Gemeinsamkeiten zwischen der Betreibergesellschaft der beiden bestehenden Windräder und den Antragstellern für die dritte Anlage. 'Das Landratsamt geht deshalb davon aus, dass es sich um eine ,Windfarm' handelt', so Bauamtsleiter Claus Fischer. In diesem Fall sei eine Veränderungssperre der einzige Weg, um den Bau weiterer Anlagen auszusetzen. Bürgermeister Heribert Kammel betonte, dass ein Ablehnen der Veränderungssperre alle bisherigen Versuche, die Windkraft am Langenberg zu steuern, zunichte machen würde. Klaus Hagspiel appellierte zudem an seine Ratskollegen, ein Signal zu setzen, dass die Gemeinde zum laufenden Bebauungsplanverfahren steht. Bauamtsleiter Fischer schloss aus, dass abgewiesene Investoren nun Haftungsansprüche an die Gemeinde geltend machen könnten, wie es im Vorfeld einige Ratsmitglieder befürchtet hatten. Keine Mehrheit fand Irmgard Kiechle mit ihrem Antrag, die Abstimmung auf die nächste Sitzung zu verschieben: 'Ich sehe keinen Druck, jetzt etwas zu entscheiden.' Zudem bezweifelte sie, dass die Veränderungssperre tatsächlich umsetzbar sei.

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