Kempten / Oberallgäu
Mehr Unfälle als im Vorjahr

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2237 Verkehrsunfälle hat die Polizei im vergangenen Jahr in der Stadt verzeichnet - 150 mehr als im Vorjahr. Auch im Oberallgäu ist die Zahl der Unfälle gestiegen: Mit 3227 im vergangenen Jahr ereigneten sich 98 Unfälle mehr als 2008. Wie die Statistik der Beamten ebenfalls zeigt, ereigneten sich die meisten Unfälle, bei denen Menschen schwer verletzt oder getötet wurden, wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Deshalb will die Polizei in diesem Jahr mehr Kontrollen durchführen.

Oft hat es im vergangenen Jahr gekracht, weil Autofahrer zu schnell unterwegs waren. Und dass im Bereich des gesamten Präsidiums die Zahl der Verkehrstoten um über 58 Prozent auf 87 stieg, hängt nach Angaben der Polizei auch damit zusammen, dass Auto- und Beifahrer oft nicht angeschnallt seien. «Das sollte selbstverständlich sein», sagt Polizeisprecher Christian Owsinski. 30 Euro kostet es, wenn die Polizei einen Autofahrer ohne Gurt erwischt. Bei einem nicht angeschnallten Kind werden 40 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig, bei mehreren nicht gesicherten Kindern 50 Euro samt Punkt. Abgesehen davon, so Owsinski, dass Gurte Leben retten könnten. Genauso wie Helme bei Fahrradfahrern: «Eine Helmpflicht besteht nicht, aber jedem Radler ist zu raten, einen Helm zu tragen.»

Was fällt noch auf in der Statistik? «Massiv zugenommen» haben laut Owsinski die Unfallfluchten: Von 332 im Jahr 2008 stieg die Zahl für Kempten im vergangenen Jahr auf 419. «Wer eine Unfallflucht begeht», meint Owsinski, «verhält sich einfach sozialschädlich.» Die Polizei arbeite deshalb daran, die Aufklärungsquote in diesem Bereich zu erhöhen.

Kontrollen zeigen Wirkung

Im Jahr 2010 will die Polizei übrigens verstärkt Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Dafür wurde eine neue digitale Anlage angeschafft. Ebenfalls viel kontrollieren wollen die Beamten in Sachen Alkohol und Betäubungsmittel.

Denn solche Kontrollen zeigen nach Angaben des Polizeisprechers durchaus Wirkung: 22 Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol ereigneten sich vergangenes Jahr in der Stadt - sieben weniger als 2008.

Ein Auge hat die Polizei schließlich weiter auf Autofahrer, die hinterm Steuer ihr Mobiltelefon benutzen. 40 Euro und ein Punkt in Flensburg werden dafür fällig. Tiefer in die Tasche greifen müssen Autofahrer, die das Rotlicht missachten weil dies laut Owsinski ebenfalls häufig zu Unfällen führt. 200 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und vier Punkte werden fürs Fahren bei roter Ampel fällig. Das ist übrigens auch für Radler kein Kavaliersdelikt: Wer auf zwei Rädern das Rotlicht missachtet, zahlt 100 Euro, weiß der Polizeisprecher.

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