Kaufbeuren
Mehr Spaß im Kaufbeurer Hallenbad

Seinen Charme hat das Kaufbeurer Hallenbad durch den Umbau nicht verloren. Und doch ist vieles neu. Die Einrichtung wird am Freitag, 18. Dezember, für alle Besucher wiedereröffnet, nachdem der Schwimmverein und die Schulen bereits erstmals im November ihre Runden drehen durften. Die kommenden Monate stehen unter dem Motto: Neue Attraktionen zu alten finanziellen Konditionen. Die angekündigten höheren Eintrittspreise sollen nämlich erst im März 2010 gültig werden. «Wobei wir auch dann noch günstig sein werden im Vergleich mit anderen Familienbädern in der Region», so der städtische Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak. Er wünscht sich über die Wintermonate viele Besucher, die das neu gestaltete Bad kennenlernen wollen. «Dazu sollen natürlich auch die bisherigen Preise beitragen.»

Die Kulanz hat jedoch noch einen anderen Grund. Die Wasserrutsche, eine der künftigen Hauptattraktionen, kann voraussichtlich erst im März in Betrieb genommen werden. «Leider verzögert sich die Fertigstellung», so Hochbauabteilungsleiter Klaus Scholz. Es seien erhebliche Probleme mit einer sogenannten Pfosten-Riegel-Konstruktion aufgetreten.

Discoeffekte auf der Rutsche

Derzeit ist die rund 16 Meter lange und drei Meter breite Rutsche noch unter einer Plane verborgen. Wenn auch dieses Bauwerk im Frühjahr 2010 betriebsbereit ist, soll es den Hallenbadbesuchern aber ein ganz besonderes Erlebnis bieten, das nichts mit den üblichen Röhrenrutschen gemein hat: Geplant sind Discoeffekte; zudem können die Badegäste nebeneinander die Breitrutsche hinabgleiten. In einem fünf Meter langen Auslaufbecken werden sie dann aufgefangen.

Neben dem Rutschenbauwerk dürfte vor allem das im Vergleich zu früher mehr als doppelt so große Warmwasseraußenbecken zum Anziehungspunkt werden. Dort erwarten die Besucher Sprudelliegen, Massagedüsen, eine Schaukelgrotte und eine sogenannte Schwallwasserdusche. Einem Familienbad alle Ehre machen der nun deutlich attraktivere Eltern-Kind-Bereich sowie Ruhezonen, die beispielsweise um weitere Wärmekabinen ergänzt worden sind. Und wer einfach nur schwimmen möchte, kann dies wie früher im großen und kleinen Becken tun. Ein wesentlicher Teil der Überlegungen war übrigens die Möglichkeit, dass Gäste des angrenzenden Freibades im Sommer die Rutschenanlage und den Wellnessbereich benutzten können, obwohl das Hallenbad dann geschlossen ist.

Einschließlich der Technik rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Die angekündigte Preiserhöhung hat laut Stadt mit der Sanierung nur bedingt zu tun. Damit sollen künftig auch die hohen Energiekosten teilweise aufgefangen werden. Seit 1996 hat die Stadt die Preise in den Freibädern nicht erhöht, obwohl das Neugablonzer Freibad für viel Geld saniert worden ist. Und der Eintrittspreis ins Hallenbad wurde bei der Euroumstellung 2002 nur leicht verändert; man musste etwas mehr zahlen, darf aber auch statt zwei nun drei Stunden baden.

Unklar ist noch, wann das Hallenbad eine Sauna bekommt. Darüber muss der Stadtrat entscheiden, auch die Finanzierung ist unklar. Vorgesehen ist ein Anbau auf der Südseite des Gebäudes, der weitgehend unabhängig vom Betrieb des Hallenbades verwirklicht werden könnte.

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