Meckatz braut mehr Bier als je zuvor

195000 Hektoliter im vergangenen Jahr ausgestoßen - 'Bestes Ergebnis der Firmengeschichte' Von Peter Mittermeier Heimenkirch/Westallgä. Das Jubiläumsjahr hat der Meckatzer Löwenbräu viel Freude bereitet. 195000 Hektoliter Bier hat das mittelständische Unternehmen 2003 gebraut, so viel wie nie zuvor. Und zwar nicht allein des guten Wetters wegen. Firmenchef Michael Weiß spricht vom 'besten Ergebnis in der 265-jährigen Firmengeschichte'. Die Meckatzer Löwenbräu hat in den vergangenen Jahren den Bierausstoß regelmäßig gesteigert. Und zwar oft gegen den allgemeinen Trend. Den Kurs setzte die Brauerei im vergangenen Jahr fort. Sieben Prozent mehr als noch 2002 hat Meckatzer Löwenbräu ausgestossen. Gleichzeitig ist der Umsatz von 20 auf 22 Millionen Euro gewachsen. Der Rekordsommer hatte seinen Anteil daran. Zwei bis drei Prozent vom Wachstum führt Michael Weiß darauf zurück. Weitere zwei Prozent haben nach Angaben des Meckatzer-Chefs mit der neuen Verpackungsordnung zu tun. Die Leute greifen seitdem verstärkt zu Bier in Mehrwegflaschen. 'Einweggebinde sind fast verschwunden', so Weiß. Zwei bis drei Prozent des Wachstums haben aber weder mit dem Wetter noch mit der Politik zu tun. Sie sind Ausdruck der Stärke des Allgäuer Marktführers in Sachen Bier. 50 Prozent Plus beim Radler Der Zuwachs ging quer durch alle Sorten. So stieg der Ausstoß von 'Weiss Gold', dem Rückgrat der Brauerei, um acht Prozent. Besonders deutlich war das Wachstum beim Radler, das seit drei Jahren auf dem Markt ist.

50 Prozent mehr als im Jahr 2002 verkaufte Meckatzer von dem Biermischgetränk. 'Das Wetter hat einen Riesenschub gebracht', freut sich Michael Weiß. Herumgesprochen hat sich aber auch die Qualität des fertig gemischten Radlers. Das macht Meckatz anders als viele Konkurrenten nicht mit Billigbier und süßstoffgesüßter Limonade, sondern mit Weiss-Gold und Zucker-Limo. Das ist zwar teurer, dafür besser im Geschmack. Seit 1. Mai gibt es das Radler wie bisher schon 'Weiss-Gold' und Pils in 0,3-er-Flaschen. Überhaupt geht die Entwicklung zu kleineren Einheiten. Auch in Hotels und Gaststätten. Zum Jubiläum hat sich die Brauerei intensiv mit der eigenen Marke beschäftigt. Ziel war es herauszubekommen, ob Meckatzer auch außerhalb des Kerngebietes 60 Kilometer um Heimenkirch herum erfolgreich vertrieben werden könnte. Die Analyse brachte ein ermutigendes Ergebnis: 'Meckatzer wird auch in anderen Regionen in Verbindung gebracht mit Werten wie Vertrauen, Geborgenheit, Ehrlichkeit und Qualität', erläutert Weiß. Deshalb sucht Meckatz Nischen, in denen ein 'hervorragendes Allgäuer Bier' (Weiß) Erfolg haben könnte. Zarte Versuche das Gebiet auszudehnen gibt es beispielsweise in Ulm und Esslingen bis vor die Tore Stuttgarts. Fortschritte macht das Unternehmen auch in Oberschwaben. Die Initiative geht dabei oft von Großhändlern oder Gastwirten aus. Weiß: 'Das ist das beste Zeichen. Wenn ein Partner kommt und sagt, ich möchte mit euch zusammenarbeiten.' An der Politik des langsamen Wachstums will das Unternehmen mit seinen 130 Beschäftigten festhalten. Die zunehmende Konzentration der großen Konzerne lässt nach Ansicht von Michael Weiß Nischen für langfristig orientierte, mittelständische Familienunternehmen mit Qualitätsanspruch. 'Diese Chance wollen wir nutzen' (Weiß).

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