Marktoberdorf / Haiti
Marktoberdorfer zeigen Herz für Haiti

Ein Herz für Haiti: Spontan haben sich die Mitglieder des Jugendblasorchesters (JBO) Marktoberdorf dazu entschlossen, ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer auf der Karibikinsel zu veranstalten. Das Konzert findet am Montag, 25. Januar, ab 20 Uhr im Fendt-Forum statt.

Sämtliche Konzerteinnahmen gehen an die Allgäuer Hilfsorganisation Humedica mit Sitz in Kaufbeuren, die in Haiti medizinische Hilfe leistet (unsere Zeitung berichtete mehrfach). Die Firma AGCO/Fendt stellt nach Angaben des Jugendblasorchesters dazu das Fendt-Forum kostenlos zur Verfügung.

Die Idee für eine etwas ungewöhnlichere, kulinarische Spendenaktion kommt aus dem Marktoberdorfer Hotel-Gasthof «Zum Hirsch»: Zusammen mit allen Mitarbeitern hat sich die Inhaberfamilie Blochum dafür entschieden, ein Benefizdinner zugunsten der Katastrophenopfer in Haiti zu geben. Das Dinner findet ebenfalls am Montag, 25. Januar, statt. Das Restaurant öffnet abends um 18 Uhr.

Umsatz geht an Humedica

Auch hier werden der komplette Umsatz - inklusive alle Trinkgelder - der Humedica in Kaufbeuren übergeben. Die Familie Blochum bedankt sich schon jetzt bei ihren Mitarbeitern, die an diesem Abend alle ehrenamtlich an der Theke beziehungsweise in der Küche stehen. Den «Wareneinsatz» übernehmen die Blochums. Wie Juniorchef und Küchenmeister Thomas Blochum berichtet, wird etwas aus der Karibischen Küche serviert: Kochbananensuppe, Currys, Rindfleisch mit Pfeffer-Chili-Sauce, Fisch und Krustentiergerichte. Blochum: «Wir sind der Meinung, das man niemanden zur Spende zwingen kann, jedoch können wir mit so einer Aktion unseren Beitrag leisten.»

Ein Vertreter von Humedica ist am Montag im «Hirsch» dabei, um Informationen und Anschauungsmaterial zum aktuellen Stand der Dinge in Haiti zur Verfügung zu stellen. Die Spende wird am selben Abend noch an Humedica übergeben.

Das schwere Erdbeben in Haiti mit seinen dramatischen Folgen veranlasste auch das katholische Bistum Augsburg dazu, zu einer Sonderkollekte aufzurufen. So wird am kommenden Wochenende in den Gottesdiensten des Dekanats Marktoberdorf ebenfalls für die Opfer der Katastrophe gesammelt.

Bereits vor längerer Zeit ausgelaufen war die Aktion «Oberdorf hilft», die vor fünf Jahren anlässlich der Tsunami-Katastrophe in Thailand von Geoffrey Cheeseman und einigen weiteren Helfern organisiert worden war. «Es ist kein Geld aus dieser Aktion mehr übrig», sagt Cheeseman.

Überlegungen, eine ähnliche Aktion für Haiti ins Leben zu rufen, hätten stattgefunden. «Die Situation ist im Moment in diesem Land aber unüberschaubar.» Deshalb halte er es für sinnvoller, abzuwarten.

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