Marktoberdorf
Marktoberdorfer entbinden meist in Kaufbeuren

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Mütter aus Marktoberdorf entbinden weiterhin am liebsten in Kaufbeuren: Dort brachten 2009 drei von vier Mamas ihre Babys im Klinikum zur Welt. Im Vorjahr taten das bereits knapp 70 Prozent der Mütter. Laut Standesamtstatistik erblickten 2009 insgesamt 152 Marktoberdorfer das Licht der Welt: 114 waren es in Kaufbeuren, 25 in Kempten und sieben in Füssen. In Marktoberdorf gab es lediglich zwei Hausgeburten.

Eigene Geburtenabteilung seit August 2008 geschlossen

«Bei uns musste nämlich am 1. August 2008 die Geburtenabteilung im Krankenhaus geschlossen werden. Darum müssen die meisten Marktoberdorfer Mütter in die umliegenden Kliniken zur Entbindung fahren», erklärt Inge Hofbauer vom Standesamt. In der Stadt seien nur noch zwei Mädchen - beide von verheirateten Eltern - geboren worden.

So viele Hochzeiten wie seit Jahren nicht mehr

Erfreuliches gibt es aus dem Heiratsregister zu berichten: «2009 haben wir 98 Ehen geschlossen, so viele wie seit Jahren nicht mehr», sagt die Standesbeamtin. Bei 61 Paaren waren beide Partner zuvor ledig, die anderen vorher verwitwet oder geschieden. In einigen Fällen besaßen einer oder beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Konkret kamen diese Menschen aus Bulgarien, Italien, Indonesien, Kenia, Kroatien, Peru, Österreich, Thailand, der Türkei oder der Ukraine.

Weiterhin «eher klassisch» bleibt Hofbauer zufolge die Namensführung der Ehepartner: «84 Paare haben einen gemeinsamen Ehenamen bestimmt. 80 wählten den Namen des Mannes und vier den Namen der Frau.» Für einen Doppelnamen entschieden sich davon 14 Partner - vorwiegend Mütter, die zum zweiten Mal heirateten. Genau so viele Paare wählten eine getrennte Namensführung.

Die beliebtesten Monate, in denen 2009 geheiratet wurde, waren der Juli (16), der September (17) und der Dezember (12). «Besonders zwischen Weihnachten und Silvester geben sich viele das Ja-Wort», weiß Hofbauer. Im Juni dagegen trauten sich nur drei Paare.

Vier waren es am 09.09.09. Für 2010 liegen der Standesbeamtin aber bereits zwei Voranmeldungen für das Schnapszahl-Datum vor.

Neben dem Standesamt zählt der kleine Sitzungssaal des Rathauses zu den beliebtesten Hochzeits-Orten in Marktoberdorf. Elf Paare trauten sich dort laut Hofbauer im Vorjahr, sechs bevorzugten das Heimatmuseum und fünf gaben sich bei der Candlelight-Trauung das Ja-Wort.

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus

76 Menschen traten laut der Statistik des Standesamts im Jahr 2009 aus der Kirche aus (2008: 64), davon 57 aus der katholischen und 19 aus der evangelischen Kirche. Vergleicht man diesen Wert mit dem aus dem Jahr 2004 (50 Kirchenaustritte), ergibt sich eine Steigerung um über 50 Prozent in fünf Jahren.

Im Jahr 2001 habe es allerdings auch schon mal über 70 Kirchenaustritte gegeben, merkt die Standesbeamtin an.

«Auffallend viele Frauen» unter den Toten

Das Sterbebuch 2009 weist insgesamt 204 Todesfälle aus (2008: 190), darunter «auffallend viele Frauen», so Hofbauer: 118 Frauen, aber nur 86 Männer starben im Vorjahr in Marktoberdorf.

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