Marktoberdorf / Ostallgäu
Marktoberdorf steht am besten da

Auf relativ niedrigem Niveau ist die Erwerbslosenquote im Raum Marktoberdorf geblieben - sowohl im Dezember als auch im gesamten Jahr 2009: «Mit jeweils 3,4 Prozent hat Marktoberdorf die niedrigsten Werte in unserem Bezirk», stellt Erika Schmid, Geschäftsstellenleiterin der Marktoberdorfer Agentur für Arbeit, fest. Zum Vergleich: Im Bezirk der Kemptener Arbeitsagentur liegen die Durchschnittswerte bei 4,7 Prozent (Dezember) und bei 4,4 Prozent (Gesamt 2009).

«Insgesamt ist Marktoberdorf sehr gut durch das Krisenjahr gekommen - obwohl viele Prognosen etwas anderes vorhergesagt hatten», sagt Schmid. Wesentlich dazu beigetragen habe die Kurzarbeit. So konnten vor allem Fachkräfte in den Betrieben gehalten werden.

Viele Jugendliche arbeitslos

Große Sorgen dagegen bereitet der Geschäftsstellenleiterin die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit: «Im Dezember haben sich bei uns 139 junge Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 77 mehr als im Vorjahresmonat.» Dies entspreche einer Steigerung um etwa 124 Prozent. Aufgrund dieser «besorgniserregenden Entwicklung» habe die Arbeitsagentur ein besonderes Interesse, diese Jugendlichen wieder schnell in Arbeit zu bringen.

Als «erfreulich» bewertet Schmid die Zahl der offenen Stellen: Sie stieg von 68 im November 2009 auf 82. Besonders in den Bereichen Gesundheit und Pflege würden derzeit Arbeitskräfte gesucht. «Hier gibt es viele Berufe mit Zukunft, denen man allerdings körperlich als auch psychisch gewachsen sein muss», betont die Leiterin. Kandidaten für ihre Umschulungen würde die Agentur für Arbeit genau unter die Lupe nehmen. Denn: Diese Berufe seien nicht für Jedermann geeignet.

Positive Prognose

Für dieses Jahr geht Schmid davon aus, dass «Marktoberdorf weiterhin gut dasteht, obwohl es uns wohl noch etwas mehr treffen wird». Schließlich besitze der Raum ein breit gefächertes Angebot an Branchen. Zudem sei der Marktoberdorfer sehr flexibel - vor allem in Sachen Mobilität.

Profitieren werden Schmid zufolge beispielsweise weiterhin das Baugewerbe und das Handwerk «aufgrund der Konjunkturprogramme der Bundesregierung». Probleme würden weiterhin die Bereiche Maschinenbau und Metallverarbeitung haben. Schmid: «Wie stark wird sich noch zeigen».

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