Markt im Zeichen alter Tradition

Waal (bz). - Der '21. Kunsthandwerkermarkt in Waal' findet heuer am Samstag, 17. Juli, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, 18. Juli, von 10 bis 19 Uhr statt. Rund 80 Aussteller präsentieren auch diesmal einen modernen Markt im Zeichen alter Tradition. Denn das Martkrecht wird in Waal bereits seit 560 Jahren ausgeübt. Auch heute noch arbeiten die Handwerker, die in Waal zu Gast sind, mit Werkstoffen wie Glas, Ton, Leder, Stoff, Holz, Papier, Eisen, Kupfer und vielen anderen natürlichen Materialien. Und wer einigen Ausstellern beim werkeln über die Schulter schaut, wird das besondere Flair des Marktlebens verspüren. Die Besucher des Waaler Kunsthandwerkermarktes finden auch diesmal ein großes Angebot an Praktischem für den täglichen Gebrauch, Nützliches, Zierrat, etwas für den Garten, Hausrat, Keramik, Kleidung, Schmuck, Spielzeug und vieles mehr.

Bänkelsänger und Zauberwelt Auch das vielseitige Rahmenprogramm lädt zum Verweilen ein: die bezaubernde Saitenmusik etwa oder der Bänkelsänger. Eine Märchenerzählerin entführt nicht nur Kinder in eine Zauberwelt mit Feen, Elfen, Riesen, Zwergen und Gnomen. Nicht zuletzt treibt der Clown 'Klitschnass' auch heuer wieder seine Späße auf dem Marktplatz. Melden sich Hunger und Durst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diese Bedürfnisse an den Imbissständen und mehreren anliegenden Gaststätten zu stillen. Der Bund Naturschutz verlost wertvolle Preise, die von den Ausstellern gestiftet werden. Markt in Waal - das bedeutet eine alte Tradition pflegen. In alten Schriften ist nachzulesen: 'Regista Frederici IV. Romanorum regis, 1444, sine die, Nürnberg erlaubt dem Konrad von Freyberg zu Wale und seinen Erben, in seinem Dorfe Wal, Stock und Galgen zu haben und den Blutbann, auch das Marktrecht auszuüben, alle Mittwoch einen Wochenmarkt und zu Ulrich und Martini einen Jahrmarkt.' In einer später verfassten Urkunde ist die Rede davon, dass alle Personen, die die Märkte mit ihrem Handel und Gewerbe besuchen, jede Gunst, Freiheit, Recht und Gerechtigkeit genießen sollen, 'die andere Jahr- und Wochenmärkte im Heiligen Reich auch haben, ohne Unterschied an Recht und Gewohnheit, doch unbeschadet unserer und des Reiches Macht'. Darüber hinaus genoss das Handwerk in Waal im 16. bis 18. Jahrhundert großes Ansehen. In jener Zeit hatten die Zünfte eine sehr große Bedeutung. Auch die Zunftlade, die im Waaler Rathaus steht, birgt viele interessante Schätze, und die vorhandenen Schriften dokumentieren etwa 52 Gewerbe, die in Waal betrieben wurden. Sieht man den Waaler Kunsthandwerkermarkt im Licht dieses alten Erbes, wird man bei einem Besuch das Waaler Schloss, die St.-Anna-Kirche, das Rathaus und insbesondere den Marktplatz wieder völlig neu erfahren.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018