Marienschulen erhalten mehr Platz

Kaufbeuren/Augsburg(mab). - Das Schulwerk der Diözese Augsburg will den Komplex Marien-Realschule und Marien-Gymnasium umfangreich umgestalten. Die alte Gymnastikhalle soll abgerissen und durch eine moderne Doppelturnhalle ersetzt werden. Des Weiteren sind 16 neue Klassenräume vorgesehen. Die Pavillons, in denen bislang Schülerinnen unterrichtet werden, werden wieder abtransportiert. Die Kosten für die Baumaßnahmen beziffert Ulrich Haaf, Direktor des Schulwerks, auf rund acht Millionen Euro. Die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Auch müssten die Stadt Kaufbeuren sowie die Regierung von Schwaben das Vorhaben erst noch genehmigen. 'Es geht bei der Baumaßnahme nicht darum, das Wünschenswerte zu verwirklichen, sondern lediglich das zwingend Notwendige', so Haaf. Die jüngsten großen Bauaktivitäten seien in den 80er Jahren über die Bühne gegangen. Seit Jahren seien aber beispielsweise am Gymnasium Klassen unzureichend untergebracht, viele Zimmer zu klein. 'Des Weiteren fehlen Räume für die Kollegstufe.' Um die Platznot etwas zu lindern, habe man als Zwischenlösung portable Pavillons auf dem Gelände errichtet. Diese sollen nach Abschluss der Umbau- und Erweiterungsarbeiten wieder abtransportiert werden. Auch an der Realschule habe sich die Raumsituation verschlechtert. Als Hauptgrund führt Haaf die Einführung der sechsstufigen Realschule (R6) an, die letztlich zu einem höheren Schülerinnen-Aufkommen geführt habe. Insgesamt ist vorgesehen, durch Umbau- und Erweiterungsarbeiten 16 neue Klassenräume zu schaffen.

Genehmigungen erforderlich Auch die alte Gymnastikhalle müsse abgerissen werden, weil sie den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entspreche. Stattdessen soll eine Doppelturnhalle entstehen, die etwa dreimal so groß werden soll. Laut Haaf werden die Bauarbeiten etwa acht Millionen Euro kosten. Abgewickelt wird das Projekt vom Ulrichswerk in Augsburg. Erwin Simmerding, kaufmännischer Prokurist des Ulrichswerkes, geht davon aus, dass die Pläne für die Turnhalle in zirka vier Wochen eingereicht werden können. Die Pläne für die anderen Um- und Erweiterungsarbeiten sollen später fertig werden. 'Die Regierung von Schwaben muss als Schulaufsichtsbehörde die Pläne noch von finanzieller Seite her genehmigen', so Simmerding. Auch die Stadt Kaufbeuren habe bislang schriftlich nichts vorliegen. Es seien aber schon Vorgespräche geführt worden. Simmerding und Haaf gehen von einem Baubeginn in diesem Jahr aus. Haaf betont, dass die Finanzierung gerade in heutigen Zeiten schwierig sei, zumal der Freistaat Zuschüsse immer mehr 'zeitlich gestreckt' auszahlen wolle. Des Weiteren kämen auf das Schulwerk durch die Einführung des achtstufigen Gymnasiums (G8) ab dem kommenden Schuljahr 2004/2005 neue Kosten zu. 'Durch so genannte Intensivierungsstunden, die nötig werden, um den Stoff in acht Jahren zu vermitteln, brauchen wir pro Gymnasium rein rechnerisch etwa 1,5 Lehrer mehr.' Zwar habe der Freistaat freien Trägern wie dem Schulwerk frei gestellt, wann das G8 innerhalb einer gewissen Übergangsfrist eingeführt werde. 'Aber es macht keinen Sinn, bei uns eine Nische diesbezüglich zu schaffen.' Darum führe das Schulwerk zeitgleich wie der Freistaat das G8 ein. Das Schulwerk unterhält im Diözesan-Bereich 37 Schulen, unter anderem auch in Kempten, Mindelheim, Immenstadt oder Lindau. Davon sind zehn Schulen Gymnasien.

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