Kaufbeuren / Ostallgäu
Mann entblößt sich im Fitness-Studio

«Ich sitze hier und schäme mich», erklärte ein 24-jähriger Angeklagter in seinem Schlusswort vor dem Amtsgericht. Er hatte sich im Frühjahr in einem Ostallgäuer Fitness-Studio zweimal binnen weniger Minuten vor einer jungen Frau (20) entblößt, die sich alleine in einem Kraftraum aufhielt.

Der Richter verurteilte den Mann, der bereits wegen exhibitionistischer Handlungen vorbestraft ist, zu vier Monaten auf Bewährung und 2500 Euro Geldauflage.

Geständig und einsichtig

Der Angeklagte hatte sich zuvor sichtlich schwer getan, seine Motive zu erklären. Er schilderte sein Verhalten schließlich als eine Art Trotzreaktion auf die seiner Ansicht nach zu Unrecht erfolgte frühere Verurteilung. Damals war es um exhibitionistische Handlungen vor einer Nachbarin gegangen. Im Gegensatz dazu war er jetzt im aktuellen Fall voll geständig und einsichtig.

Er habe sich vom Fitness-Studio seinerzeit sofort abgemeldet, «weil ich mir vorstellen kann, dass es dem Opfer nicht so besonders gut geht, wenn es mich da sieht». Auf wiederholte Anregungen des Richters, sich therapeutische Hilfe zu suchen, reagierte der Angeklagte ausweichend. Im Urteil legte der Vorsitzende dem jungen Mann eine Behandlung noch einmal dringend nahe, sah aber von einer gerichtlich verordneten Therapie-Auflage ab. Denn: «Wenn der Wille zur Mitwirkung fehlt, bringt das nichts.» Dem Angeklagten müsse aber klar sein, dass er im Wiederholungsfall mit einer Haftstrafe ohne Bewährung zu rechnen habe.

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