Lorenzkirche als Tatort für Projekt Schule und Museum

Kempten (li). Ganz neue Wege der Unterrichtsgestaltung beschreitet das Kemptener Allgäu-Gymnasium. Am Samstag, 10. Juli, startet das Projekt 'Tatort Lorenzkirche'. Dabei geht es erstmals um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit, in deren Mittelpunkt Geschichte, Deutsch und Kunst stehen. Schüler einer künftigen elften Klasse machen sich auf die Suche nach der Entstehung der Lorenzkirche und des plötzlichen Todes von Baumeister Johann Michael Beer. 'Beer kam 1654 in der Bregenzer Aach um und wurde durch der Graubündener Baumeister Johann Serro ersetzt', verriet Deutsch- und Geschichtslehrer Udo Guggenberger bei der Präsentation des Projekts. Es wird vom Bayerischen Kulturfonds, dem Kultusministerium und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern mit 1000 Euro für Schule und Museum gefördert. Die lokalen kultur- und zeitgeschichtlichen Entwicklungen als Spiegel der europäischen Historie werden in Museum, Kirche und Archiv herausgearbeitet. Dafür hat Kunstlehrer Gerhard Menger ein Konzept entwickelt und mit Deutschlehrerin Johanna Spreitler und Udo Guggenberger zwei Mitstreiter gewonnen, die sich klar sind, wie viel Freizeit in so ein Vorhaben investiert werden muss. 'Das ist Lernen mit allen Sinnen', schwärmt Guggenberger. Ob Modellbau, Roman oder Homepage - er ist für alle Ideen offen und setzt auf die Schüler. Rückendeckung erhält er von Schulleiter Gerald Dötz, einst Ministrant in der Basilika und Kenner der Räumlichkeiten. Ihm gefällt der fächerübergreifene Aspekt, um Heimatgeschichte wissenschaftlich aufzubereiten.

Über zwölf Monate Zwölf Monate lang wird nach Ansätzen einer Zusammenarbeit zwischen Schulen und Museen gesucht, die eine nachhaltige Wirkung anstreben und modellhaft für andere sein sollen. Dazu werden auch die Referendare am Allgäu-Gymnasium eingebunden. Für das Projekt wird die Klasse nach Möglichkeit einmal in der Woche ins Kornhaus umziehen, um Material zu suchen, auszuwerten und zu bearbeiten. 'Wir wollen Museum schmackhaft machen und Lernmittel für alle Altersstufen erstellen', erklärte Museumsleiterin Ursula Winkler das Ziel des Gemeinschaftsprojekts. Insgesamt hätten sich 100 Schulen in Bayern beworben, von denen 15 ausgewählt wurden. Erstmals baue eine Schule das Museum derart in seinen Unterricht ein, unterstreicht Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber. Er wünscht sich, dass mit dem Material dann auch Führungen zum Thema 'Tatort Lorenzkriche' angeboten werden. i Zum Projektstart bauen die 17- und 18-jährigen Schüler am Samstag ab 10 Uhr die Kuppel der Basilika im Rahmen der Architekturwoche A2 aus Meterstäben nach.

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