Lob und Tadel für Therme

Füssen/Weißensee (lck). - Die Ankündigung von Bürgermeister Christian Gangl, das Thermen-Projekt in Füssen weiterverfolgen zu wollen, stieß bei der Bürgerversammlung in Weißensee auf ein zwiespältiges Echo: Lob und Kritik gab es für diesen Vorschlag. Gegen eine Weiterverfolgung der Therme sprach sich Josef Schneider aus. Sie sei schon ob der nahen Konkurrenz in Schwangau nicht sinnvoll. Was Gangl als Argument nicht gelten lassen wollte. Es sei sehr wohl ein Thema für Füssen und seine Ortsteile zur Schaffung einer möglichen 'zweiten Tourismussaison', um bisher schwache Zeiten zu überbrücken. Wenn die Ansicht Schneiders zuträfe, dürfte das niederbayerische Bäderdreieck oder die Thermenlandschaft in der Steiermark, wo der mögliche Thermeninvestor seinen Sitz habe, nicht so gut funktionieren. Passen musste der Bürgermeister beim zweiten Teil der Frage nach den bisherigen Planungskosten. Weil damit die verschiedensten Mitarbeiter im Rathaus befasst gewesen seien, sagte er hierzu. Lediglich die Ausgaben für die erstellte Voruntersuchung konnte er mit 20000 bis 25000 Euro angeben. Zuspruch nicht nur für das Thermenprojekt kam dagegen von Klaus Stöger. Die Stadt plagten viele Sorgen in Sachen Tourismus. Einige positive Ansatzpunkte habe Gangl aufgezeigt. Insbesondere bat er den Bürgermeister, ganz gezielt an der Therme dran zu bleiben. Zudem brauche Füssen als Tourismusort ein Haus wie das Kurhaus. Es sollte alles daran gesetzt werden, diese Einrichtung zu erhalten.

'Übrig wie ein Kropf' Zuvor hatte Rudolf Mayr das Defizitobjekt in Frage gestellt. Es sei 'übrig wie ein Kropf'. Die Gegenrechnung von Schulden und Fehlbetrag für ein paar Veranstaltungen im Jahr passe nicht. Er frage sich, so Mayr, warum man die Entscheidung immer noch vor sich herschiebe. Wenn der finanzielle Rahmen zu sehr überspannt sei, müsse man sich von Einrichtungen wie dem Kurhaus trennen. Dabei verteidigte Gangl die Ausgaben für Heizung und Bühnensanierung als notwendig. Notwendig sind sie auch deswegen, damit ein mögliches Konzept, über das übrigens in den kommenden Wochen beschlossen werden könnte, überhaupt eine wirkliche Chance hat.

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