Lob für Egger - Kritik an Rastststätte

Nesselwang (hh). - Franz Egger wurde vom Nesselwanger CSU-Ortsverband zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 'Dein Wort hatte Gewicht bis weit über die Gemeindegrenzen hinaus', lobte Vize-Bürgermeister Franz Erhard den Geehrten. Insgesamt lenkte Egger 17 Jahre als Vorsitzender die Geschicke des CSU-Ortsverbandes. Beim Treffen der CSU wurde auch ein 'heikles Thema' angesprochen: Die geplante A7-Raststätte, die von etlichen Bürgern abgelehnt wird. Bescheiden sei er geblieben, trotz der vielen Anerkennung, die er bereits erhalten hat, meinte Erhard in seiner Laudatio auf Egger. Der Geehrte gehörte dem Kreistag ebenso an wie dem Marktgemeinderat, in dem er sich 30 Jahre lang für die Interessen der Nesselwanger einsetzte. Seit 1966 ist er Mitglied im Pfarrgemeinderat, seit Frühjahr 2001 auch der Kirchenverwaltung an. Im Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Nesselwang bestimmte er viele Jahre die Geschicke der Genossenschaftsbank. 'Es ist ein heikles Thema', sagte Franz Erhard, als er die Diskussion über die geplante A7-Rastanlage eröffnete. Aber Nesselwang habe dadurch die Möglichkeit, zu einem modernen Wirtschaftsstandort zu werden. Man müsse es als Vorteil für die Gemeinde und die Region sehen, so Erhard weiter. Die geplante Rastanlage ist eines von zwei Projekten, für die zehn A7-Anliegergemeinden noch einen interkommunalen Zweckverband gründen wollen (unsere Zeitung berichtete). Das zweite Projekt ist das Gewerbegebiet im Westen von Füssen.

Nicht die Nase verbrennen Andreas Dopfer aus Attlesee verlas eine Liste von acht Punkten, in denen alle 26 Familien von Attlesee und Lachen ihre Bedenken gegen das geplante Bauprojekt vorlegten. 'Alle 26 Familien stehen mit ihrer Unterschrift zu diesen Bedenken', so Dopfer. Josef Allgaier äußerte ebenfalls seine Bedenken und erhielt dafür von den Anwesenden viel Beifall. 'Der Leidtragende, wen das ganze nicht funktioniert, ist Nesselwang. Mich berührt's, wenn Nesselwang die Nase verbrennt, denn das will ich nicht. Und die zwei Euro Gewerbesteuereinnahmen müssen dann auch noch auf zehn verteilt werden', so das ehemalige Marktgemeinderats-Mitglied. Kritik wurde auch an der Vorgehensweise von Landrat Johann Fleschhut geäußert. Reinhard Gschwend ärgerte sich: 'Die Betroffenen mussten aus der Zeitung erfahren, das ihre Flurnummer auf dem Plan steht.' Xaver Dopfer aus Attlesee fragte nach: 'Was passiert, wenn die Vision unseres Landrats platzt? Dieses Ding steht, bis die Welt untergeht. Landrat, Bürgermeister, Gemeinderäte wechseln - aber dieses Ding steht immer noch'. Vor der Debatte hatte Helmut Gockel, der Vorsitzende des 134 Mitglieder zählenden CSU-Ortsverbandes, einen Überblick über das vergangene Jahr geliefert. 'Der Besuch von Angelika Schorer und Ursula Lax zum Tag der Familie am 15. Mai war vor den Landtagswahlen im September sicherlich ein besonderer Höhepunkt', so Gockel. Das zehnjährige Jubiläum der Familienradwanderung wurde mit einer Betriebsbesichtigung bei der Firma Allgaier in Wank und einem Schnuppergolfen am Attlesee begangen. Für dieses Jahr ist geplant, wieder einen hochkarätigen Politiker nach Nesselwang einzuladen. Neben Franz Egger, der gleichzeitig für 40 Jahre Mitgliedschaft im Ortsverband ausgezeichnet wurde, wurden noch Robert Frei (25 Jahre Mitgliedschaft), Albert Lerchenmüller, Otto Fickert und Herbert Schmid (je 30 Jahre) geehrt.

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