Kaufbeuren / Buchloe
Licht und Schatten auf dem Arbeitsmarkt

Der bevorstehende Winter, die Krise - es könnte schlimmer sein mit der Arbeitslosenquote. Im November ist die Zahl der Jobsuchenden von 5,1 auf 4,9 Prozent leicht gesunken. Für den Leiter der Kaufbeurer Arbeitsagentur, Gerhard Funke, ist das «eine erfreuliche Entwicklung», erweist sich der hiesige Arbeitsmarkt doch immer noch als einigermaßen krisenresistent. Positiv wirkt sich auch das bislang relativ milde Klima aus. Funke verweist allerdings auch auf den Langzeitvergleich. Und da zeigt sich, dass die Vorweihnachtszeit für viele Jobsuchende nicht gar so friedlich ist. Vor einem Jahr im November betrug die Arbeitslosenquote nämlich noch 3,7 Prozent. Traditionell höher ist die Zahl in der Stadt Kaufbeuren: Im November lag die Quote dort mit 7,1 Prozent leicht niedriger als im Vormonat; vor einem Jahr waren es noch 5,1 Prozent.

Der Wirtschaftsraum zwischen Kaufbeuren und Buchloe ist in diesem allgemeinen Trend keine Ausnahme. Auch in Marktoberdorf blieb die saisonale Komponente ohne wesentlichen Einfluss, so dass die Quote gegenüber dem Vormonat unverändert bei 3,4 Prozent steht. Kaufbeuren (minus 0,2 Prozentpunkte) spielt diesmal also in einer Liga mit dem Geschäftsstellenbezirk Kempten (minus 0,1 Prozentpunkte). Erwartungsgemäß gab es Steigerungen in den Urlaubsgebieten Füssen und Sonthofen. Zudem, und auch das bezeichnet Funke als äußerst positiv, sei der Arbeitsmarkt in Bewegung. Das heißt, in den Karteien der Kaufbeurer Vermittler gab es 542 Zugänge und 638 Abgänge.

Positive Tendenzen gibt es auch bei der Kurzarbeit, die nach Einschätzung der Arbeitsverwaltung einen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt wegen der Wirtschaftskrise bislang verhindert hat: Die Zahl der Neuanmeldungen von Unternehmen geht zurück: Nach 533 Betrieben im Oktober hatten für den November im gesamten Kemptener Arbeitsagenturbezirk nur noch 506 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Arbeitnehmer in diesen Betrieben tatsächlich verkürzt arbeiten, lässt sich erst feststellen, wenn die Betriebe das Kurzarbeitergeld abgerechnet haben. Hierzu haben sie drei Monate Zeit. Im ähnlichen Verhältnis schrumpft auch im Kaufbeurer Raum die Zahl der Neuanmeldungen: Alles in allem haben seit Beginn der Wirtschaftskrise dort 138 Betriebe mit 2084 Mitarbeitern ihre Produktion zurückgefahren.

Trotz der erfreulichen Tendenzen ist die Krise laut Funke noch nicht am Arbeitsmarkt vorbeigezogen. «Für eine seriöse Einschätzung müssen wir bis Februar abwarten», sagt der Arbeitsagenturleiter.

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