Marktoberdorf / Ostallgäu
Lernen, auf eigenen Beinen zu stehen

«Menschen nach erfolgreichem stationären Aufenthalt im Wohnheim nicht gleich wieder allein zu lassen, ist ein wesentlicher Bestandteil des dauerhaften Therapieerfolges bei psychisch kranken Menschen», stellt Joachim Röder fest. Er ist Leiter der Einrichtung St. Georgshof des BRK Kreisverbands Ostallgäu in Rettenbach und Marktoberdorf und ein Verfechter des ambulant betreuten Wohnens. «Es erleichtert es Menschen mit psychischen Erkrankungen, den Weg zurück in ein weitgehend normales Leben zu finden», meint auch die Fachbereichsleiterin des Ambulant Betreuten Wohnens, Melanie Schreyer. Insgesamt werden derzeit 27 Menschen im Ostallgäu in Wohngemeinschaften ambulant betreut.

Das Angebot weiter ausbauen

Kürzlich wurde in Marktoberdorf eine weitere Wohngemeinschaft eingerichtet, in der vier Patienten nach erfolgreicher Therapie behutsam an ein selbstständiges Leben herangeführt werden. «Wir sind in der glücklichen Lage, vom Vermieter des Hauses viel Unterstützung zu erfahren», bemerkt Joachim Röder. Damit konnte das bestehende Angebot des betreuten Wohnens ausgebaut werden. Erhielte er weitere Wohnungen angeboten, könnte es sogar noch erweitert werden.

Aktuell werden vom St. Georgshof Wohngemeinschaften und psychisch kranke Menschen in ihren eigenen Wohnungen in Marktoberdorf sowie in Kaufbeuren betreut. In die neue Wohngemeinschaft in einer Doppelhaushälfte in der Märzstrasse in Marktoberdorf sind vier Männer eingezogen. Auf 156 Quadratmetern Wohnfläche leben sie zusammen und bewältigen ihren Alltag so weit möglich selbst.

Team an Fachkräften

Unterstützung erhalten sie dabei von einem Team aus Fachkräften, das sie unter anderem im lebenspraktischen Bereich unterstützt sowie bei Behördengängen begleitet. Die Bewohner gehen weiterhin ihrer täglich Arbeit in den Wertachtalwerkstätten bzw. in der Förderstätte des St. Georgshofs in Rettenbach nach und gestalten ihre Freizeit oft gemeinsam.

«Die Gewissheit, nicht alleine gelassen zu werden und, falls nötig, kurzfristig auch wieder stationär in den St. Georgshof zurückkehren zu können, gibt Sicherheit», so Röder. Dies ermöglicht es den Betroffenen oft erst, diesen Schritt zu wagen.

Weitere Informationen unter der Nummer 08342/9669-69.

www.brk-ostallgaeu.de

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