Legau / Altusried
Legau liebäugelt mit Altusried

Wer mit wem? Das ist momentan die Frage, wenn es um das Thema Mittelschule und die Gründung von Schulverbünden geht. Während andere Kommunen die Fühler in verschiedene Richtungen ausstrecken und sich noch im «Puzzlestadium» befinden, wie es die Unterallgäuer Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß formulierte, wird es bei den Schulverbänden Legau und Altusried (Oberallgäu) konkret. Ziel ist ein Zusammenschluss zum Verbund, um beide Schulstandorte in den kommenden Jahren halten zu können. Auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung in Lautrach informierten die zwei Schulämter und Schulleiter Eltern, Gemeinderäte und Bürgermeister über das Vorhaben.

Legaus Schulleiterin Kreta Geißelsöder ging auf die Variationsmöglichkeiten eines Schulverbunds ein. Bad Grönenbach sei zwar nicht weit weg, bei speziellen Angeboten müssten Schüler aber eventuell bis nach Ottobeuren fahren.

Die Strecke nach Altusried sei gut zu fahren, zudem sei die Schule dort wie die in Legau ländlich strukturiert, so Geißelsöder. Als weiteren Vorteil eines Schulverbunds in Richtung Oberallgäu nannte sie den Mittlere-Reife-Zug (M-Zug), den die Hauptschule Altusried ab der 5. Jahrgangsstufe anbietet.

In Verbindung mit der Mittelschule ändere sich für die Schüler erst etwas ab Klasse 8, sagte Geißelsöder. Dann nämlich müssen sie zwei der drei Schwerpunktfächer (Wirtschaft, Technik, Soziales) belegen.

Je nachdem, wie viele Schüler für einen Bereich zusammenkommen, wird festgelegt, wo der Unterricht stattfindet - also ob Legauer und Altusrieder gemeinsam an einem Ort unterrichtet werden. Geißelsöder verwies darauf, dass die Schüler nicht ständig pendeln müssten, sondern einmal in der Woche. In Sachen Bustransport gab sich Legaus Rathauschef Franz Abele offen. Genaues könne er zwar noch nicht sagen, aber die Gemeinde werde eine Lösung finden.

Für den Altusrieder Schulleiter Hermann Danner habe ein Verbund etwas mit Verbindlichkeit zu tun. Ihm war es wichtig, zu betonen, dass «Altusried niemanden über den Tisch ziehen will». Danner möchte, dass für beide Schulen eine Gewinnsituation entsteht. «Je mehr Schüler im Verbund verbleiben, desto stärker werden die Schulen», sagte er unter anderem mit Blick auf Lehrerstunden, die aufgestockt werden könnten.

«Schnelle Lösung» gesucht

«Wir versuchen, eine schnelle Lösung zu finden», sagte Legaus Bürgermeister Franz Abele. Bald gibt es Übertrittszeugnisse und langsam gehe es für die Schüler darum, sich für eine Schule zu entscheiden. «Wir wollen den Eltern natürlich eine Sicherheit bieten.» In einem nächsten Schritt beraten sich die betroffenen Gemeinderäte und geben einen Empfehlungsbeschluss an den jeweiligen Schulverband weiter. Die letzte Entscheidung liegt bei den Schulverbänden.

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