Lindenberg
Lebenszeichen aus der Turnhalle

Gerätturnen hat in Lindenberg zwar eine lange Tradition, musste aber in letzter Zeit der Konkurrenz anderer Leistungs- und Freizeitsportangebote Tribut zollen. Mittlerweile scheint die Durststrecke aber überwunden, denn aus den Lindenberger Turnhallen kommen wieder deutliche Lebenszeichen. So haben sich sechs Gerätturnerinnen des TV Lindenberg in der Altersklasse Jugend C (Jahrgänge 1996 bis 1999) als einzige Mannschaft aus dem gesamten Allgäu für den Landesentscheid in München qualifiziert. Dort treten sie am heutigen Wochenende gegen die besten Teams aus Bayern an.

Franziska Baldauf, Selina Slapnig, Lisa Brugger, Laura Lasner, Jenny Hammer und Clara Felder zeigten beim Regionalentscheid der Gerätturn-Landesliga in Buttenwiesen (Landkreis Dillingen) am Schwebebalken, Stufenbarren, Boden und beim Sprung herausragende Leistungen und schafften durch ihren zweiten Platz die Qualifikation.

«Riesen Spaß, klasse Trainer»

Der Erfolg fällt den sechs Mädchen - insgesamt sind beim TVL derzeit 30 Gerätturnerinnen aktiv - allerdings nicht in den Schoß. «Wir trainieren dreimal die Woche, haben dabei aber riesigen Spaß und klasse Trainer», lobt Laura Lasner ihr Betreuerteam, bestehend aus Abteilungsleiter Rainer Eser, Matthias Eser, Birgit Rampp, Sylvia Kunrath und David Zodel. Die vier haben dieselbe fachliche Ausbildung und trainieren je nach Berufstätigkeit sowohl Sportler aus dem Nachwuchs- als auch aus dem Wettkampfbereich.

«Sie alle können uns super motivieren. Wir fahren nicht nach München, um nur dabei zu sein, sondern um auch nicht ganz schlecht dazustehen», so Selina Slapnig ambitioniert. Trainer Rainer Eser gibt das Kompliment zurück: «Wir haben das Glück, einen starken Jahrgang erwischt zu haben. Die Mädchen haben bereits mit fünf oder sechs Jahren mit dem Gerätturnen angefangen und dann eine gezielte Grundausbildung durchlaufen. Und sie sind unheimlich ehrgeizig.»

«So erfolgreich wie jetzt waren TVL-Turner schon lange nicht mehr. Ich hoffe, die Mannschaft bleibt zusammen, sodass wir später junge Turnerinnen ab 14 Jahren haben.

Denn dann können wir ins große Ligageschehen einsteigen», hofft Rainer Eser und verweist darauf, dass beim TVL nur «Eigengewächse» turnen, also keine sogenannten Zweitstarter dabei sind.

Die Wettkämpfe in München werden den sechs Mädchen einiges abverlangen, weiß Eser: «Es sind im Prinzip die gleichen Anforderungen, die auch an erwachsene Turner gestellt werden.» Und wenn die TVL-Crew mit einer ordentlichen Platzierung nach Hause kommen sollte, tun sich Rainer und Matthias Eser vielleicht auch leichter bei der Sponsorensuche für neue Trainingsanzüge.

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