Wildpoldsried
Landwirten fehlen 75 Millionen Euro

Die Landwirte stehen an der Grenze zum Ruin. Dies erklärte Landwirtschaftsdirektor Dr. Josef Hiemer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) bei der Jahresversammlung des Ortsverbandes Wildpoldsried im Bayerischen Bauernverband (BBV) im Gasthaus «Hirsch».

Allein in den vier Allgäuer Landkreisen hätten die Bauern einen Einkommensverlust von 75 Millionen Euro zu verkraften. Das fehlende Geld müsse vom Verbraucher kommen, ohne dass dieser zu stark belastet werde, zeigte sich Hiemer überzeugt. Eine Steigerung von einem Cent pro Liter Milch spüle ein Plus von zwölf Millionen in die Kassen der Allgäuer Bauern. Erst ein Milchpreis von 42 Cent pro Kilogramm Milch reiche für eine kostendeckende Produktion mit Investitionsrücklage aus, betonte Hiemer. Besonders in Krisenzeiten müsse optimal gewirtschaftet werden.

Für ein einheitliches Auftreten der Bauern in der Öffentlichkeit plädierte die Landtagsabgeordnete und BBV-Kreisbäuerin Ulrike Müller. Anders könne das Ziel eines höheren Milchpreises nicht erreicht werden. In den Landwirtschaftsschulen müsse die Jugend vermehrt im unternehmerischen Denken unterrichtet werden, nur so schaffe es der Nachwuchs, einen Betrieb wirtschaftlich zu führen. Auch nach dem Ende der Milchkontingentierung gebe es für innovative Bauern eine Zukunft, zeigte sich Müller überzeugt.

Laut BBV-Ortsobmann Markus Reichart gibt es in Wildpoldsried noch 45 Vollerwerbsbetriebe. Eine beliebte Veranstaltung sei ein Schultag auf einem Bauernhof.

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