Marktoberdorf / Ostallgäu
Landkreis will Service bei Wertstoffhöfen verbessern

Im nächsten Jahr kommt bei der Abfallwirtschaft im Ostallgäu einiges in Bewegung: Wer Sperrmüll selbst an den Annahmestellen anliefert, soll dann weniger zahlen; das Servicenetz der Wertstoffhöfe wird dichter geknüpft, die Biotonne wird billiger und in vier Sommermonaten wöchentlich geleert. Diese Eckpunkte für eine Fortschreibung des Ostallgäuer Abfallwirtschaftskonzepts stellte Abfallwirtschaftsreferent Klaus Rosenthal im Ausschuss für Umwelt und Kreisentwicklung vor.

Für die Zeit ab 2011 müssen die Müllgebühren im Ostallgäu turnusgemäß neu kalkuliert werden. Dabei ergeben sich einige finanzielle Spielräume, da der Restmüll künftig deutlich günstiger verbrannt werden kann. Der Wechsel von der Verbrennung in Augsburg zum ZAK nach Kempten spart - vor allem aufgrund geringerer Transportkosten - jährlich 1,3 Millionen Euro. Für Landrat Johann Fleschhut eröffnet dies die Möglichkeit, bei günstigen Preisen auf Basis eines bewährten Systems weiter besten Service zu bieten und zu verbessern.

Geld aus Rücklage

Die Einsparungen durch den Wechsel nach Kempten lassen sich allerdings nicht voll in die Kalkulation einbeziehen. Denn beispielsweise die Altpapiersammlung an den Wertstoffhöfen läuft nicht mehr kostendeckend. Diese und weitere Faktoren führen dazu, dass heuer bereits 1 Million Euro aus der Gebührenausgleichsrücklage entnommen werden müssen. Dennoch, so Rosenthal, bleibt ab 2011 ein Spielraum von 650000 Euro für Verbesserungen in der Abfallwirtschaft.

Bei Beginn des vierjährigen Kalkulationszeitraums ab 2011 werden voraussichtlich noch 2 Millionen Euro in der Ausgleichsrücklage sein. Dieses Geld soll - verteilt auf die Jahre 2011 bis 2014 verwendet werden, um die Gebührenzahler zu entlasten und Verbesserungen zu schaffen. Eine Entlastung um 50 Cent pro Monat und Haushalt kostet aber bereits 400000 Euro.

Die Vorschläge zur Serviceverbesserung, die Rosenthal im Ausschuss unterbreitete, haben ein Volumen von 481000 Euro. Diese Maßnahmen stießen allesamt auf Zustimmung und werden nun in die Gebührenkalkulation mit einfließen. (vit)

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