Immenstadt
Landkreis sichert sich das Postareal in Immenstadt

Der Landkreis Oberalläu hat das 4100 Quadratmeter große Postgelände in Immenstadt gekauft. Jetzt soll geprüft werden, ob dort - ab Mitte 2011 - ein neues Internat für Berufsschüler entstehen kann. Außerdem gibt es Überlegungen, auf dem Areal auch das Grüne Zentrum unterzubringen.

«Wir haben uns das Grundstück gesichert, um die weiteren Entwicklungen auf dem Gelände bestimmen zu können», erklärte Manfred Berktold, Hauptamtsleiter im Landratsamt Oberallgäu gestern auf Anfrage. Die Chance habe sich aufgetan, nachdem die Immobiliengesellschaft Maus das Areal in unmittelbarer Nähe zur Berufsschule zum Verkauf angeboten habe. Berktold betont, dass zurzeit die «reine Grundstückssicherung» im Vordergrund stehe.

Kein zeitlicher Druck

«Der Landkreis hat kein Interesse, die Post sofort vor die Tür zu setzen.» Die Posteigene Gesellschaft sei nun eben Mieter beim Landkreis. Ansonsten ändere sich momentan nichts. Wie schnell es mit den Plänen für ein neues Berufsschulinternat vorangeht, «steht und fällt mit dem, wie sich Immenstadt entwickelt», so Berktold.

Deshalb sei der Landkreis auch in Gesprächen mit der Stadt.

Zeitdruck gebe es keinen. «Vor Mitte 2011 kommt es sicher nicht zum Umbau des Geländes», sagt Berktold. Immerhin sei das 1959 in der Welzereute in Immenstadt erbaute Internat für Berufsschüler derzeit noch funktionstüchtig. «Es dient sowieso nur noch zum Übernachten, nachdem der Mensabetrieb komplett in der Berufsschule stattfindet», so Berktold. Eine Sanierung des Hauses in der Welzereute lohne nach dem Urteil der Experten vom Energie- und Umweltzentrums Allgäu (Eza) aber nicht. Deshalb soll mittelfristig eine neue Lösung her.

Interesse am Standort bekundet auch der Verein Waldholzland Allgäu. Wie berichtet, plant der Verein alle Einrichtungen, die in der Region mit Wald und Holz zu tun haben, in einem Kompetenzzentrum zu bündeln. : «Wir haben für unser geplantes Grünes Zentrum bisher kein Grundstück», sagt Vereinsvorsitzender Dr. Ulrich Sauter. Doch erst müsse selbstverständlich der Landkreis als Eigentümer darüber entscheiden, was tatsächlich mit dem Postgebäude passiere. Die Nähe zur Berufsschule beurteilt Sauter als positiv. Für den Verein sei aber maßgeblich: «Das Grüne Zentrum muss ein Holzbau im Niedrigenergiestandart werden.» Schließlich soll das neue Kompetenzzentrum ein Aushängeschild «mit Ausstrahlung» werden, sagt der Vereinsvorsitzende.

Im Grünen Zentrum könnten neben der Forstverwaltung auch die Abteilung Hauswirtschaft und die Alpwirtschaftsakademie der Landwirtschafts- und Alpwirtschaftsschule Immenstadt eine neue Bleibe finden.

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