Oberallgäu / Kempten
Landkreis denkt über Sperrzeit bei Festen nach

Über eine neue Regelung für die Sperrzeit bei Festen denkt der Landkreis Oberallgäu nach: «Ich schließe nicht aus, dass sich auch die Oberallgäuer Bürgermeister zu einer gemeinsamen Vorgehensweise entschließen werden», sagt Vize-Landrat Anton Klotz. Laut dem Kreisverbandsvorsitzenden im Bayerischen Gemeindetag soll über das Thema Anfang nächsten Jahres beraten werden.

Hintergrund: Im Landkreis Unterallgäu gilt eine solche Regelung bereits seit diesem Jahr - Sperrzeit ist um 2 Uhr, ausgeschenkt werden darf bis 1.30 Uhr. Dort hatten sich die Bürgermeister freiwillig dazu verpflichtet, dass ihre Gemeinden sich an eine einheitliche Sperrzeiten-Regelung für sogenannte «vorübergehende Gaststättenbetriebe» - das sind beispielsweise Festzelte oder Vereinsfeste - im Landkreis halten, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird. Normalerweise regelt jede bayerische Gemeinde das für sich selbst. Die Sonderregelung hatten die Unterallgäuer Bürgermeister auf Empfehlung der Polizei beschlossen.

«Je länger ein Fest dauert, desto mehr Probleme tauchen auf - vor allem, wenn zu viel Alkohol im Spiel ist», hat Karl Höss beobachtet. Darum soll laut dem Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Mindelheim kein Fest länger als bis 2 Uhr dauern. Seit nämlich die Unterallgäuer Bürgermeister «dankenswerterweise unsere Anregung aufgenommen hatten, haben wir keine Störungen mehr gehabt». Seit Inkrafttreten der neuen Regelung hätten Vereine und Organisatoren im Unterallgäu sogar mehr Feste veranstaltet.

Diese Gründe haben Anton Klotz überzeugt: «Auch im Oberallgäu werden wir uns wohl darauf verständigen, eine solche Sonderregelung einzuführen», gibt sich der Vize-Landrat optimistisch. In Sachen Uhrzeit werde man eine ähnliche Sperrzeit ins Auge fassen, um «die Bevölkerung vor nächtlichen Ruhestörungen zu schützen».

Und wie hält es die Stadt Kempten mit der Sperrzeit? «Für die meisten Fest-Anträge legen wir die Frist auf 1 Uhr fest», erläutert Ordnungsamtsleiter Wolfgang Klaus. Diese Uhrzeit sei aber grundsätzlich vom Ort der Veranstaltung abhängig. Darum werde jeder Antrag im Einzelfall geprüft. Falls Musik spielt, müsse die in der Regel um 23 Uhr aufhören. Ansonsten sei in der Stadt um 22 Uhr Nachtruhe.

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