Lindenberg
Kurzarbeit auch bei Liebherr

Die Wirtschaftsflaute trifft mit Liebherr-Aerospace in Lindenberg auch das wichtigste Unternehmen in der Region. Ab Januar werden 100 Mitarbeiter in der Fertigung kurz arbeiten. Eine von einer ganzen Reihe an Maßnahmen.

Die Geschäfte der gesamten Liebherr-Gruppe leiden unter dem Konjunktureinbruch. Für heuer erwartet der Konzern einen deutlichen Rückgang des Gesamtumsatzes. Auch der Ausblick auf das Jahr 2010 fällt «verhalten» aus. Deshalb hat sich die Firmengruppe mit den Arbeitnehmervertretern auf einen «Katalog» an Maßnahmen verständigt. Sie ermöglichen es Liebherr, die Personalkapazitäten «anzupassen», falls es die Auftragslage erforderlich mache. Ziel sei es, «alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vorhandene Beschäftigung zu sichern und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden bis sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder verbessern», heißt es in einer gestern verschickten Presseerklärung.

Betroffen ist auch Liebherr-Aerospace in Lindenberg, wichtiger Systemlieferant der Luftfahrtbranche und mit über 1800 Mitarbeitern größter Arbeitgeber in der Region. Während die Aufträge von Airbus, dem wichtigsten Kunden, nach Unternehmensangaben stabil sind, leidet vor allem der Bereich der «Regional-Jets». Auch im Westallgäu setzt Liebherr auf eine ganze Reihe an Maßnahmen, um möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Krise zu kommen. Dazu gehört nach Unternehmensangaben der Abbau flexibler Arbeitszeitkonten. Zudem werden 40-Stunden-Verträge wieder auf die tariflich fixierte normale Arbeitszeit zurückgeführt. Ab Januar werden 100 Mitarbeiter in der Produktion kurz arbeiten. Zudem sollen teilweise auslaufende Zeitverträge nicht verlängert werden. Im Frühjahr will das Unternehmen auch einigen Mitarbeitern Vorruhestandsregelungen anbieten.

Liebherr-Aerospace geht davon aus, dass es sich um eine «vorübergehende Schwäche handelt». «2011 soll es wieder aufwärts gehen», so ein Sprecher.

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