Kurz vor dem Endspurt

Kaufbeuren | isb | 'Sich vorzunehmen, zu pauken, und den Plan auch umzusetzen, sind zwei Paar Stiefel', sagt Tobias Abrell, Schüler der Klasse 10e der Sophie-La-Roche-Realschule Kaufbeuren. Und seine Klassenkameraden sind geteilter Meinung, wann der Lernstress beginnen soll. Für alle steht jedoch fest, dass sie sich in Anbetracht der immer näherrückenden Abschlussprüfungen im Endspurt befinden.

Das letzte Schuljahr ist ein ganz besonderes. Nicht nur die Prüfungen beschäftigen die Schüler, plötzlich drängt sich auch mit Macht das Berufsleben ins Bewusstsein. Die Allgäuer Zeitung begleitet die Klasse 10e der Sophie-La-Roche-Realschule durch dieses Schuljahr. In loser Folge berichten wir über ihre Erlebnisse.

'Alle Schulaufgaben vor dem Halbjahreszeugnis sind bereits geschafft', freut sich Christina Drebnev. Nach der Mittleren Reife strebt sie den Übertritt auf die Kunst-Fachoberschule (FOS) Augsburg an. So muss die 17-jährige Schülerin die letzte Klasse mit guten Noten absolvieren und kann sich 'nur gelegentlich Ausrutscher erlauben'. So früh wie möglich beginnt Christina Drebnev zu lernen und bereitet sich parallel auf die Aufnahmeprüfung der FOS vor. Ihre Noten in diesem Halbjahr sind jedenfalls besser als in ihrer gesamten Schullaufbahn zuvor.

'Seit diesem Jahr läuft es eigentlich bei fast allen gut', fügt Tobias Abrell hinzu. Zum Beispiel bei Alexander Schmidbauer. Dieser klagte vergangenes Schuljahr noch über Matheprobleme, nun schaue das aber besser aus. Er strebt einen Notendurchschnitt von 3,5 an, damit auch die Möglichkeit für das Fachabitur besteht.

Einen Plan für das Lernen haben sich die Schüler noch nicht zurechtgelegt. Momentan haben die Jungs noch genug Zeit, sich ihren Hobbies zu widmen. Alexander powert sich drei Mal in der Woche beim Fußball aus, während Tobias zum Ausgleich Thaiboxen trainiert. Sie sind sich einig, dass diese Freizeitgestaltung möglich ist, wenn man im Unterricht aufpasst - für sie die halbe Miete, um durchschnittliche Noten zu erzielen.

Mittlerweile hat Tobias auch erkannt, dass Hausaufgaben einen gewissen Lerneffekt mit sich bringen. Christina hingegen macht noch mehr: Sie bereitet sich täglich zusätzlich auf die anstehenden Stunden vor. Erst am Wochenende erholt sie sich vom Schulstress. 'Lieber weniger Zeit haben, aber die Prüfungsangst vermeiden', sagt Christina.

Nach dem Zwischenzeugnis nämlich steht die nächste Klausurenperiode an. 'Schulaufgaben in allen Fächern folgen im dreiwöchigen Abstand voneinander', erzählt Alexander. Die aktuelle Jahrgangsstufe ist trotzdem die Beliebteste. Da sind die Klassenkameraden einer Meinung. Als 'Oldies' der Schule fiebern die drei Schüler dem langersehnten Ziel entgegen und genießen die letzte Zeit in ihrer 'Wahnsinnsklasse' , wie Tobias sie nennt.

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