Kurverwaltung macht Außenstellen dicht

Bad Hindelang (vk). Zum Ende der Sommersaison werden die Außenstellen der Kurverwaltung in Bad Oberdorf, Hinterstein und Unterjoch geschlossen. Die Entscheidung zu dem sicher sehr schweren Schritt, so Bürgermeister Roman Haug, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach lebhafter Diskussion bei zwei Gegenstimmen gefällt. Jetzt sollen gemeinsam mit den Verkehrsvereinen individuelle Lösungen gefunden werden. Der Beschluss, die drei Tourismus-Filialen vor allem wegen des nicht unerheblichen Personalaufwandes (Haug) aufzulösen, wurde der Gemeinde erleichtert durch die unverhoffte Kündigung einer Mitarbeiterin der Kurverwaltung. Damit sei die mit der Schließung einhergehende Reduktion des Personals um eine Stelle bereits erreicht, berichtete Haug In einem vorausgegangenen Brief ans Kommunalparlament hatten sich alle Verkehrs- und Tourismusvereine des Ortes sowie der Hotel- und Gaststättenverband strikt gegen die komplette Schließung der Außenstellen ausgesprochen. Sollte diese dennoch erfolgen, werde die Privatisierung der Kurverwaltung gefordert, so dass der Kurbeitrag ausschließlich und zweckgebunden der dann privaten Gesellschaft zur Verfügung steht. Daraufhin machte Bürgermeister Haug klar, dass die Höhe der Beiträge keinesfalls beliebig sei und die Gelder nicht in andere Kanäle flössen.

CSU-Ratsmitglied Helmut Wachter ergänzte, dass ihm kein einziges Beispiel aus Deutschland bekannt sei, wo es nach der Privatisierung einer Kurverwaltung billiger geworden sei. Dem Wunsch der Briefschreiber, den Kurbeitrag unverändert zu lassen, wurde entsprochen. Denn der Antrag von Hans Heim (Hindelang), den Beitrag nicht zum 1. Januar 2005 anzuheben, wurde akzeptiert. Den Einwand von Klaus Dieter Scholl (CSU), die Kurverwaltung sei auch für die psychologische Betreuung der Gäste zuständig, hielt Bürgermeister Haug für berechtigt. Das sei sicher sehr wichtig. Aber wir können uns das nicht mehr leisten. Diese Aufgabe müsse jetzt der Gastgeber übernehmen. Haug regte an, das verbleibende halbe Jahr für Überlegungen zu nutzen, ob eine örtliche Gästeinformation über bestehende Läden organisiert werden könne. Kurverwaltung und Gemeinde stünden zur Verfügung, um Nachfolge-Modelle zu entwickeln.

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