Kuhnle: Es braucht Geduld, bis der Funke überspringt

Maria Steinbach (fk). - Die Erhebung von Steinbach zum Wall-fahrtsort vor 270 Jahren war Anlass für ein Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche. Es wurde gestern von Weihbischof Franz Josef Kuhnle (Diözese Rottenburg) in Konzelebration mit Pater Heinrich Mühlbauer, Pater Dr. Friedrich Emde, Diakon Karl Müller und einer großen Anzahl Gläubiger aus Nah und Fern gefeiert. In seiner Predigt mahnte Kuhnle die Erwachsenen, 'nicht zu schimpfen', wenn ihre Töchter und Söhne nicht in die Kirche gehen: 'Das braucht Geduld - eine Geduld, wie sie Gott mit uns hat.' Viel besser sei es, mit den Jugendlichen zu reden und fröhlich vom Sonntagsgottesdienst heim zu kommen. Der Funke des echten Christentums könne mit 20 oder erst mit 70 Jahren überspringen. Laut Kuhnle sei es nicht wichtig wann, sondern dass der Glaube im Laufe des Lebens überhaupt aufbricht. Das könne beispielsweise bei einem einschneidenden Erlebnis passieren. Gerade in der Wallfahrtskirche Maria Steinbach hätten zahlreiche Menschen bei vielerlei Beschwerden, Nöten und Problemen des Alltags unzählige 'kleine Wunder' erlebt. Nicht umsonst habe man das barocke Gotteshaus 1734 zum Wallfahrtsort erhoben. 'Ich glaube an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht.' Dieser Satz sei der wichtigste im Glaubensbekenntnis, unterstrich der Prediger am Pfingstmontag. 'Herr' in der Kirche sei nicht Papst, Bischof oder Pfarrer, 'Herr' sei der Heilige Geist. Daher wäre Jammern kein gutes Zeichen des Glaubens. Schließlich strahle jeder Gläubige in seine Umgebung aus. Und eine Gesellschaft ohne Glauben gehe 'in die Hose'.

Verharren im Gebet Umrahmt wurde das Pontifikalamt vom Kirchenchor und den Streichern von Maria Steinbach mit der Orgelsolomesse von Heydn. Die Leitung hatte Stefan Ewaldinger. An der Orgel spielte seine Tochter Dorothea. Wie sehr die Menschen noch an die Gnadengaben der Mutter Gottes von Maria Steinbach glauben, zeigte ihr Verharren im Gebet, lange nachdem der Gottesdienst aus war.

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