• 24. Oktober 2017, 07:42 Uhr
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Wandern
Kristian Rath aus Bad Hindelang ärgert sich über das Verschwinden alter Wege aus Karten

(Foto: Ulrich Weigel)

'Rettet unsere ,schwarzen Wege‘', schreibt der Bad Hindelanger Kristian Rath in seinem Internetblog 'Freie Berge'. Es geht um alte, nicht gepflegte Wege, die aus Wanderkarten verschwinden. Wege, deren Hinweisschilder abmontiert werden.

Folge: Wenig genutzte Strecken wachsen schnell zu. Irgendwann ständen sie auch einheimischen Kennern nicht mehr zur Verfügung, bedauert Rath den Verlust heimatlichen Kulturgutes. 'Das hat Methode', vermutet Reinhard Tandler aus Blaichach. Etwa, weil Grundbesitzer, Jäger oder Naturschützer die Wanderer auf bestimmte Strecken kanalisieren wollten. So ein alter Weg sei schnell stillgelegt, wenn man den Holzwegweiser abmontiere.

Tandlers Beispiel: Bei einer Tour über Rangiswanger und Sigiswanger Horn zur Fahnengehren-Alpe wollte er von dort nach Sigiswang laufen. Doch er fand den direkten Weg, den es vor zehn Jahren gegeben habe, mangels Schild nicht mehr. Gab es den Weg oder trügt die Erinnerung: In der gedruckten Wanderkarte des Alpenvereins (basierend auf Daten der Bayerischen Vermessungsverwaltung) ist kein Weg von der Alpe direkt nach Sigiswang eingezeichnet. Ebenso ist es beim offiziellen Bayernatlas im Internet. Der Blick auf ältere topografische Karten beweist, dass es den von Tandler gesuchten Weg gab.

Aus welchen anderen Gründen Wege verschwinden können, erfahren Sie in der Dienstagsausgabe des Allgäuer Anzeigeblatts vom 24.10.2017.

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