Oberstaufen
Krippe schwamm fünf Jahre im Meer

Ermuntert durch den Erfolg im vergangenen Jahr hat sich der Heimatdienst Oberstaufen entschlossen, auch heuer wieder eine Krippenausstellung im Heimatmuseum «Beim Strumpfar» zu organisieren. In dem zweihundert Jahre alten Bauernhaus werden am kommenden Samstag und Sonntag etwa 80 Krippen gezeigt.

Im Zentrum steht die große Krippe, die Lydia Heim aus Genhofen dem Museum vermacht hat und die dort ganzjährig zu sehen ist. Das Stück erstreckt sich auf einer Fläche von sechs Quadratmetern. Unzählige Figuren aus Wachs oder Holz mitten in einer Allgäuer Bauernlandschaft erfreuen das Herz. Ein weiteres Glanzstück der Ausstellung ist die aus einem Stück Holz geschnitzte Krippe des Oberstaufner Bildhauers Fidelis Bentele. Diese Krippe hat ein bewegtes Schicksal hinter sich: Sie war für einen Geistlichen aus Kanada gedacht, allerdings versank 1952 das Schiff auf dem Weg dorthin und die Krippe trieb fünf Jahre lang in der Nordsee. Sie wurde an eine dänische Insel geschwemmt, wo ein Junge sie fand. Aufgrund der geschnitzten Initialen konnte die Herkunft des Fundstücks ausfindig gemacht werden.

Viele der Ausstellungsstücke im «Strumpfarhaus» werden von Staufner Familien und Krippenfreunden aus der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt. Vor allem die traditionell alpenländisch gestaltete Krippe erfreut sich großer Beliebtheit. Aber auch Krippen, die im Ursprungsland, im Orient, angesiedelt sind, werden gezeigt. Papierkrippen dürften das Interesse so manchen Krippenspezialisten wecken und auch neuzeitliche Stücke werden ausgestellt.

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