Marktoberdorf / Buchloe
Kreis macht Bahn frei für Kreisverkehre

Der Landkreis Ostallgäu hat keine Einwände gegen einen Kreisverkehr in Buchloe an der Abzweigung der Mindelheimer- von der Bahnhofstraße. Die Stadt Buchloe will dort unter eigener Regie und auf eigene Kosten die Verkehrssituation verbessern. Einsetzen will die Stadt dafür Zuschüsse von 75 Prozent aus dem Konjunkturpaket II. Da der Bau Straßen des Freistaats (Bahnhofstraße) und des Landkreises (Mindelheimer Straße) betrifft, war die Zustimmung erforderlich.

Abteilungsleiter Wolfgang Kühnl stellte im Kreisausschuss heraus, dass die Stadt Buchloe in diesem Bereich schon seit Jahrzehnten auf der Suche nach einer Lösung für das Abbiegen ist.

Vorteil des jetzt geplanten Kreisverkehrs sei, dass keine Kosten auf den Landkreis zukommen. Normalerweise müssten sich nämlich bei einer solchen Kreuzungssituation das Staatliche Bauamt (64 Prozent) und der Landkreis (35 Prozent die Kosten teilen. Was folgte war eher eine Buchloer Stadtratsdiskussion, wie Landrat Johann Fleschhut anmerkte: Zunächst lobte der Bürgermeister Buchloes, Josef Schweinberger, als CSU-Kreisrat das Vorhaben.

Ihm widersprach das Buchloer CSU-Stadtrat Max Hartleitner, der für die Liste Junges Ostallgäu im Kreistag sitzt: Ein Kreisel sei dort die schlechteste Lösung. Die Sichtbeziehungen seien sehr schlecht, Einmündungen im Umfeld sorgten für gefährliche Situationen, zudem müssten alte Bäume dem Kreisel weichen. Ohne Ortseinsicht sollte der Kreisausschuss nicht zustimmen und er werde mit Nein stimmen. Josef Rid, sowohl im Kreistag wie im Stadtrat Buchloe als FW-Vertreter, hielt ihm entgegen, man brauche für die Kreuzung eine neue Lösung. Zudem habe sich der Stadtrat mit einigen wenigen Gegenstimmen für das Vorhaben ausgesprochen. Landrat Fleschhut verwies darauf, dass der Stadtrat sicher sehr genau überlegt habe, was er wolle. Nun solle man nicht an der Meinungsbildung in Buchloe zweifeln.

Aufgabe des Kreisausschusses sei es nicht, in der Stadtmitte von Buchloe zu planen. Da der Kreis auch kostenmäßig nicht beteiligt sei, solle man zustimmen. Damit dem Landkreis keine Vorwürfe gemacht werden, falls der Kreisverkehr später in die Kritik gerät, wurde in den Beschluss mit aufgenommen, dass die Planung allein von der Stadt Buchloe stamme. Damit sei ein «fiktives» späteres Chaos nicht das Thema des Landkreises.

Dem stimmten fast alle Ausschussmitglieder zu. Lediglich Grünen-Kreisrätin Clara Knestel folgte Hartleitners Argumenten und stimmte wie er gegen das Einverständnis des Landkreises.

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