Kreis leert Biotonnen wieder wöchentlich

Marktoberdorf /Ostallgäu (pm). - Im Landkreis Ostallgäu werden die Biotonnen auch dieses Jahr wieder in den Sommermonaten (14. Juni bis 17. September) wöchentlich abgefahren. Trotz der Gebührensenkung, die seit diesem Jahr gilt, werden für diese Serviceleistung keine zusätzlichen Gebühren erhoben. Der gewohnte Abfuhrtag bleibt auch während der wöchentlichen Abfuhr unverändert. Allerdings können sich durch die Umstellung die gewohnten Abfuhrzeiten verschieben, so dass es wichtig ist, dass die Behältnisse bereits ab 6 Uhr zur Abfuhr bereit gestellt werden. Jährlich werden circa 3800 Tonnen Biomüll aus den Tonnen im Landkreis Ostallgäu durch die öffentliche Abfallentsorgung eingesammelt und in der Kompostierungsanlage der beauftragten Firma im Erdenwerk Görisried verarbeitet. Die Kompostierung findet vollständig in einer geschlossenen und über spezielle Filter entlüfteten Halle statt. In der Kompostierungshalle befinden sich 14 Intensivrottetunnel mit vollautomatischer Bewässerung und Belüftung. Beim Kompostierungsverfahren muss über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens zwei Wochen eine Temperatur von mindestens 55 Grad auf das Mischgut einwirken (keimabtötende Behandlung). Die Fertigstellung des Kompostes wird mit einem Rottegrad von 4 bis 5(höchstmögliche Gradzahl) erzielt. Der Intensivrotte folgt eine Mietenkompostierung. Der Fertigkompost wird regelmäßig einer seuchen- und phytohygienischen Prüfung unterzogen. Sind alle Prüfungsanforderungen erfüllt, wird der Kompost vorwiegend in der Allgäuer Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Das Material ist von der Qualität her auch im Gartenbau einsetzbar.

Auf Kompostbeutel verzichten Der Störstoffanteil von bislang unter fünf Prozent Masseanteil kann nach Mitteilung der beauftragten Firma noch verbessert werden, wenn die Bioabfälle nicht in kompostierbare Kunststoffbeutel eingefüllt werden. Diese im Handel erhältlichen Plastikbeutel mit der Aufschrift 'kompostierbar' enthalten zwar einen gewissen Anteil an Maisstärke, der von Bakterien im Boden abgebaut wird; dennoch sind diese Tüten für die Verwendung in der Biotonne im Landkreis Ostallgäu ungeeignet, da sie im Erdenwerk Görisried nicht verrotten und den größten Störstoffanteil bilden. Auch Gemüse- und Obstnetze sind häufige Störfaktoren und gehören nicht in die Biotonne, sondern in den grünen Wertstoffsack. In die Biotonne gehören hingegen Fleisch-, Fisch- und Knochenabfälle oder ähnliche Speisereste, die bei der Eigenkompostierung problematisch sind, da sie dort Ungeziefer anziehen. Häufig landen diese Abfälle jedoch in der Restmülltonne. Für gelegentlich in größeren Mengen anfallende Bioabfälle wird vom Landkreis seit Jahresanfang ein Biomüllsack angeboten, der bei der zuständigen Gemeindeverwaltung für 2,50 Euro erworben werden kann. Dieser Sack kann am Abholtag zur angemeldeten Biotonne dazugestellt werden.

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