Krapfen oder Hasenöhrle: Auf das Fett kommt es an

Unterallgäu (emf). - Die närrische Zeit ist in vollem Gange. Durch manche Unterallgäuer Küche zieht bereits ein feiner Duft nach schwäbischem Faschingsgebäck: Strauben, Krapfen, Hasenöhrle Unsere Großmütter frittierten diese Delikatessen meist in Butter- oder Schweineschmalz. Heute kann die gesundheitsbewusste Hausfrau aus einer Vielzahl verschiedenster Fette und Öle auswählen. Centa Holzhey von der Staatlichen Ernährungsberatung im Landratsamt informiert über das Angebot und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit dem Frittierfett. Grundsätzlich sollte laut Holzhey ein Erwachsener täglich höchstens 70 Gramm Fett essen. Deshalb sei es wichtig, sparsam damit umzugehen und ernährungsphysiologisch wertvolle Fette zu verwenden. Um der Gesundheit nicht zu schaden, muss Frittierfett einiges 'aushalten' können. Werden Fette bis zum Rauchpunkt erhitzt, können zum Teil krebserregende Zersetzungsprodukte entstehen. Gleichbleibende Qualität auch bei hohen Temperaturen, lange Haltbarkeit und Stabilität gegenüber Rauchentwicklung zeichnen ein gutes Fett aus. Für die Friteuse eignen sich laut Holzhey spezielle, hoch erhitzbare und geschmacksneutrale Pflanzenfette. Eine besonders feine Note verleiht dem Hefegebäck das Butterschmalz, das allerdings nicht über 175 Grad erhitzt werden sollte. Auch raffinierte Pflanzenöle wie Sonnenblumen- oder Olivenöl sind hitzestabil. Die Ernährungsberaterin empfiehlt: Das Fett in der Friteuse bei ungefähr 70 Grad schmelzen, erst dann auf 175 Grad schalten. Dadurch wird Überhitzen und vorzeitiger Fettverderb verhindert. Frittierfett nicht über 175 Grad erhitzen. Für den Teig Haushaltszucker verwenden. Honig oder Fruchtzucker können bei Hitze leichter Acrylamid bilden. Das Gebäck muss gut im Fett schwimmen. Auf 100 Gramm Teig braucht man mindestens einen Liter Öl. Nicht zu lange frittieren lassen - das Gebäck sollte goldbraun sein. Nach Gebrauch das noch lauwarme Fett filtern, das verlängert die Haltbarkeit. Wie oft das Fett verwendet werden kann, hängt von der Frittiermenge ab. Zeit zum Wechseln ist spätestens dann, wenn das Fett dunkler wird, schäumt und kratzig zu riechen beginnt. Für kleine und große Leckermäuler empfiehlt die Ernährungsberaterin:

Faschingsmäuse Für den Hefeteig braucht man 500 Gramm Mehl, 40 Gramm Hefe, 50 Milliliter lauwarme Milch, 50 Gramm Zucker, zwei Eier, 100 Gramm Speisequark, Salz, 50 Gramm fein gehackte Nüsse, geriebene Zitronenschale. Zur Garnitur: 50 Gramm geschälte Mandeln, ein Stück Schnur, weiße Zuckerperlen, Puderzucker. Aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und 30 Minuten gehen lassen. Den Teig in 30 gleich große Stücke teilen. Aus jedem Stück einen Mauskörper formen und mit Mandeln als Ohren garnieren. Weitere 20 Minuten gehen lassen. Je fünf Mäuse bei 175 Grad frittieren. Fertige Mäuse mit Zuckerperlen (Augen) und Schnur (Schwanz) versehen. Mit Puderzucker bestäuben.

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