Konzept für den Mobilfunk

Buchloe | ses | Bis zu 12000 Euro ist der Stadt Buchloe der Schutz der Bürger vor übermäßiger Belastung durch Mobilfunkstrahlung wert. Diesen Betrag nämlich, das beschloss der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung, wolle man für eine Mobilfunkanalyse und ein Standortkonzept für neue Mobilfunkanlagen ausgeben. 'Wir müssen die Gesundheit unserer Bürger im Auge behalten', sagte Bürgermeister Josef Schweinberger. Weil sich Buchloe aber bereits in den Jahren 2002 und 2004 an Messungen beteiligt hat, wolle man sich um kostengünstigere Analysen bemühen. Die Ergebnisse der vergangenen Messungen sollten laut Bauausschuss in die anstehenden einbezogen werden.

13 sogenannte Hochfrequenzanlagen gibt es laut Landratsamt derzeit in Buchloe. Neue Anfragen von Netzbetreibern liegen momentan nicht vor. 'Wir wollen aber insbesondere bei der Beurteilung möglicher neuer Anfragen wissen, welche Alternativstandorte wir anbieten können', sagt Schweinberger. Ein derartiges Standortkonzept sei daher sinnvoll und nützlich. Zumal sich damit die Möglichkeit bietet, Grundlagen für eine Optimierung und Senkung der Belastung für Mensch, Tier und Natur zu erhalten.

In einer solchen Analyse werden die derzeit befindlichen Anlagen bezüglich der Immissionen neu bewertet. Die höchsten Messwerte lagen im Jahr 2004 zwar höher als noch 2002, aber nur bei gut einem Prozent des durch die Bundes-Immissionsschutzverordnung festgelegten Grenzwertes - und damit knapp um das Hundertfache unter der Norm. Seitdem, so der Bürgermeister, sei lediglich die O2-Sendeanlage Am Altensberg dazu gekommen, gegen die sich Stadt wie auch die Buchloer Mobilfunkinitiative erfolglos gewehrt hatten.

'Wir begrüßen diese Bestrebungen', sagte Lothar Scholze (UBI). Und auch Manfred Beck (SPD) war erfreut und meinte: 'Wir sollten der Bevölkerung damit etwas Angst nehmen.' Es sei die einzige Maßnahme, welche die Stadt als Vorsorge treffen könne, sagte Hubert Müller (CSU).

In den kommenden Wochen soll nun die Verwaltung entsprechende Angebote bei mehreren Instituten einholen. Favorisiert wird von einigen Räten der bekannte Fachmann Lebrecht von Klitzing, der bereits die Mobilfunkstandorte in Kaufbeuren analysierte. Lothar Scholze regte eine öffentliche Informationsveranstaltung an, zu welcher von Klitzing eingeladen werden solle. Und er brach eine Lanze für den Medizinphysiker von Klitzing: 'Wir sollten bei der Vergabe der Analyse und der Erstellung des Standortkonzeptes nicht nur aufs Geld schauen.'

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