Knie lässt zweites Rededuell platzen

Kaufbeuren (rm). - Die für heute, Donnerstag, vorgesehene zweite Podiumsdiskussion der beiden OB-Kandidaten im Gablonzer Haus findet nicht statt. Der Grund: Oberbürgermeister Andreas Knie sagte seine Teilnahme ab, da die Spielregeln für die Veranstaltung am Pfingstmontag geändert wurden. Er sieht die Fragemöglichkeiten der Bürger nun beschnitten und wirft dem Aktionskreis vor, mit Claus Tenambergen einen erklärten Gegner von ihm, Knie, mit eingebunden zu haben. Der Aktionskreis wiederum ist 'sehr enttäuscht', dass die seit Monaten geplante Veranstaltung nicht zustande kommt. Schon im Februar hatte sich der Vorstand des Aktionskreises laut Vorsitzender Sylwia Pohl dazu entschlossen, eine Podiumsdiskussion für die Neugablonzer mit den beiden OB Kandidaten Andreas Knie (FWG) und Stefan Bosse (CSU) zu veranstalten. Von Anfang an habe Knie der Sache kritisch gegenübergestanden, berichteten gestern Pohl sowie die Beisitzerin Birgit Weiss. Zunächst habe er für den eigentlich geplanten Veranstaltungsmonat Mai keinen Termin mehr frei gehabt und dann schließlich den 3. Juni vorgeschlagen. Der Aktionskreis habe sich damit zufrieden gegeben und vor einigen Wochen im gesamten Vorstand ein Konzept für die Veranstaltung erarbeitet. Dieses erhielten die beiden Kandidaten. Demnach sollte zunächst etwa 45 Minuten lang auf dem Podium unter der Leitung von Klaus Fischer, Regionalgeschäftsführer der IHK im Allgäu, diskutiert werden.

Angegeben waren sechs Themen. Danach sollte das Publikum ohne Zeitbeschränkung zu Wort kommen. Als Co-Moderator im Saal war dafür Helmer Litzke von Radio Ostallgäu engagiert worden. Nach der Podiumsdiskussion von Allgäuer Zeitung, TV Allgäu und Radio Ostallgäu im Kaufbeurer Stadtsaal setzten sich der Aktionskreis und die Moderatoren nochmals zusammen. Sie kamen zu dem Schluss, dass es - wie im Stadtsaal auch - sinnvoller sei, nach jedem Themenblock die Zuhörer einzubinden statt erst am Ende der Debatte auf dem Podium. Die Änderung des Konzeptes ließ der Aktionskreis durch seinen Beisitzer und früheren Stadtmanager Claus Tenambergen den OB-Kandidaten per E-Mail mitteilen. Tenambergen schrieb darin von einer 'wesentlichen Änderung'. Das erzürnte Knie. Am Dienstagmorgen fuhr er deshalb zu Sylwia Pohl, um seinem Unmut Luft zu machen. Im Lauf des Gespräches erhielt er zudem Einblick in die vom Vorstand des Aktionskreises vorbereiteten Fragen und erfuhr, dass an der Ausarbeitung auch Tenambergen mitgearbeitet hatte. In ihm sieht Knie einen 'erklärten Bekämpfer des amtierenden Oberbürgermeisters und Unterstützer des Mitbewerbers'. Das Maß war für Knie voll. Er sagte seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion am Nachmittag per E-Mail an Sylwia Pohl ab. Daran konnten auch ein neuer Fragenkatalog, den Moderator Klaus Fischer ausgearbeitet hatte, sowie Telefonate mit Fischer und Pohl nichts mehr ändern.

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