Knapp am Rekordergebnis vorbei

Lamerdingen/Obermeitingen (gum). - Auf ein sehr erfolgreiches Jahr blickte die Futtertrocknungsgenossenschaft Lamerdingen im Bürgerhaus Obermeitingen bei ihrer Jahresversammlung zurück. Das Rekordergebnis des Vorjahres wurde wegen der Jahrhunderthitze im Sommer mit 133669 Dezitonnen und damit um sechs Prozent nur knapp verfehlt. 'Der heiße Sommer hat uns allen zu schaffen gemacht', begrüßte Vorstandsvorsitzender Leonhard Welzmiller die knapp 200 Mitglieder, 'doch es wurde wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielt.' Die Trockenheit bescherte den Futtertrocknern erhebliche Energieeinsparungen. Auch wenn der Gaspreis, der Kostenfaktor Nummer eins, gestiegen ist, sei das Jahr 2003 ein finanzieller Erfolg gewesen. Besonders positiv sei die Tatsache, dass die Futtertrocknung jetzt schuldenfrei ist, freute sich Welzmiller: 'Somit sind wir bestens gerüstet für die neue Saison.' In Vertretung von Lamerdingens Bürgermeister Hanspeter Eberhardt hob Josef Batzer in seinem Grußwort den besonderen Stellenwert der Futtertrocknung hervor. Aufsichtsratsvorsitzender Franz Erhart erklärte, die Optimierung der Anlage und des Fuhrparks werde vorangetrieben. Geschäftsführer und Agrartechniker Wilhelm Brenner erläuterte anhand von Grafiken detailliert den Produktionsverlauf. 'Der trockene Sommer bedingte einen Produktionsrückgang von 6,1 Prozent, dabei wurden rund 24 Prozent weniger Gras getrocknet. Dass dennoch das zweithöchste Ergebnis erzielt wurde, lag an der Steigerung um gut 50 Prozent auf 23676 Dezitonnen (dt) beim Mais. Brenner: 'Soviel Mais haben wir nie zuvor getrocknet.' Weiter positiv sei die Erhöhung der Durchsatzleistung mit 53 dt pro Stunde, beeindruckend die enorme Erhöhung der Produktion von Grasballen um ein Drittel auf 22200 Ballen.

'Es war ein erfolgreiches Jahr ohne besondere Vorkommnisse. Die Trocknungsanlage wird derzeit zur Qualitätssicherung nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Nach erfolgreichem Qualitätsmanagement erhalten alle Mitglieder ein Exemplar des Zertifikats', sagte Brenner. Revisor Richard Christ meinte in seinem Geschäftsbericht: 'Den Rückgang an Mengen und Beihilfen haben wir durch 140000 Euro weniger beim Gas locker kompensiert.' Das Gesamtbetriebsergebnis ist um 11 Prozent auf 204000 Euro gestiegen. 'Durch die sehr schöne und stabile Ertragslage wurden 80000 Euro erwirtschaftet, die auf Vorschlag des Aufsichtsrats den Rücklagen zufließen.' Die Bilanz mit einem Volumen von knapp 1,8 Millionen weise eine geordnete und gute Vermögenslage aus. 'Es wurde mit der sehr guten Ertragslage die Bilanzstabilität erreicht', so der Revisor. Bei den Neuwahlen wurden Vorstandsvorsitzender Leonhard Welzmiller (Weil) und Vorstand Magnus Thoma (Lamerdingen) sowie die Aufsichtsräte Georg Lochbrunner (Dillishausen) und Helmut Miederer (Buchloe) mit großer Mehrheit bestätigt. Landwirtschaftsdirektor Dr. Walter Pfadler von der Führungsakademie für Landwirtschaft und Ernährung in Landshut hielt abschließend einen viel beachteten Vortrag zum Thema: 'Milchviehbetriebe effizient führen - trotz hoher Arbeitsbelastung'. In der Zusammenfassung ermahnte er die Milchbauern: 'Mit dem Kopf durch die Wand geht nicht. Ein bäuerlicher Milchviehbetrieb ist ein relativ stabiler Zukunftsfaktor, Erfolg die Summe richtiger Entscheidungen. Drehen Sie an der Schraube, um Produktivität und Ergebnis zu steigern. Ein Hof mit Viehbestand muss nicht automatisch ein Schinderbetrieb sein.'

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