Allgäu
Kleines Kunstlexikon

Das Chorgestühl von St. Martin gilt als eines der bedeutendsten Kunstwerke der Stadt Memmingen. In Auftrag gegeben wurde es, nachdem eine Delegation im Jahr 1501, als die Martinskirche noch katholisch war, das Chorgestühl in St. Mang in Kempten besichtigt hatte. Die Memminger gaben bereits drei Monate später eines bei einem Memminger Handwerker in Auftrag.

Bis zu 17 Personen waren mit der Fertigung des Chorgestühls sechs Jahre lang beschäftigt. 1507 wurde die letzte Rechnung beglichen. Entstanden war das größte spätgotische Chorgestühl neben dem Ulmer Münster. Es bietet Platz für 63 Personen, zeigt 66 Plastiken und 81 verschiedene Intarsien, die erst in der Frührenaissance entstanden. Neben Aposteln und Propheten dominieren bürgerliche Figuren die Schnitzereien des Meisters Hans Herlin und seiner Schüler Michael Zeynsler und Hans Thoman. Eine sichere Deutung aller Plastiken ist bis heute nicht möglich. (bhb)

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