Kleiderschrank auf Kufen trainiert die Junioren des ESC Kempten

von ANDREAS pfeffer | Kempten Während seiner Laufbahn hat er sich das Prädikat 'Legende' erworben. 211 Länderspiele hat Erich Kühnhackl absolviert. Mit Alois Schloder war 'Der Lange' beim EV Landshut und aus der deutschen Eishockey-Szene nicht wegzudenken. Nun kamen die Junioren des ESC Kempten in den Genuss, von Kühnhackl (57 Jahre) trainiert zu werden.

Niederbayer Kühnhackl, der auch einige Jahre die deutsche Nationalmannschaft trainierte und zuletzt in der DEL (Deutsche Eishockey-Liga) für das Team der Straubing Tigers verantwortlich war, leitete einen Abend lang das Training der ESC-Junioren. Er war in die Eishalle nach Kempten gekommen, um im Rahmen seiner Stiftung - sie fördert den Nachwuchs und unterstützt engagierte Vereine mit Geld- und Sachspenden - einen Gewinn einer Weihnachtsaktion einzulösen. Bei dieser hatte sich Junioren-Betreuer Walter Schafroth 2006 um ein Training mit Kühnhackl beworben. Aus über 160 Bewerbungen wurde der ESC als Sieger ausgelost. Nach mehreren terminlichen Problemen kam das Training nun doch noch zustande.

'Ohne Disziplin geht gar nichts'

Einige der 16- bis 19-Jährigen wussten mit dem Namen Kühnhackl nicht all zu viel anzufangen und informierten sich erstmal bei ihren Begleitern über dessen sportliche Erfolge. Als er dann vor ihnen auf dem Eis stand, war ihnen klar, warum der niederbayerische Hüne auch 'Kleiderschrank auf Kufen' genannt wird. 'Ich will viele spielerische Übungen machen. Versucht konzentriert zu sei. Ganz wichtig ist mir Disziplin. Ohne die geht gar nichts', sagte Kühnhackl vor der 90-minütigen Übungseinheit.

Und los ging's! In immer wieder neuen Übungen jagte er den ESC-Nachwuchs über das Eis, der kräftig ins Schwitzen kam. Die Junioren-Trainer des ESC, Peter Schwarz und Matthias Weißschuh, erkannten: 'Auch wir können von ihm lernen. Er ist voll motiviert bei der Sache'. Auch der Spaß kam nicht zu kurz. Zum Abschluss ließ Kühnhackl die Jungs noch Penalties üben. Bei jedem Fehlschuss musste aber ein 'Kleidungsstück' abgelegt werden, so dass am Ende einige ESC-Spieler mit freiem Oberkörper oder ohne Schlittschuhe versuchten, den Puck im Tor unter zu kriegen.

Voll des Lobes über den prominenten Trainer waren die Junioren nach dem Training. 'Das Tempo war höher als normal und er ist echt sympathisch. Es war toll, ein Idol kennengelernt zu haben', sagten Fabian Zirngibl, Toni Ferstl, Thomas Stoll und Tobias Epp. Auch Kühnhackl war nach dem Training zufrieden. 'Die Jungs haben gut mitgezogen und waren engagiert bei der Sache. Ich hoffe, dass sie Spaß hatten und was gelernt haben.'

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