Kaufbeuren
«Kitt der Gesellschaft»

Zum zweiten Mal hat die Stadt Kaufbeuren, vertreten durch Oberbürgermeister Stefan Bosse, die «Kaufbeuren-aktiv-Medaille» verliehen. 17-mal ging sie mit Urkunde und Anstecknadel an Einzelpersonen und Gruppen für besonderes bürgerliches Engagement. Außerdem wurde auch ein Sonderpreis in Form einer dekorativen Glaspyramide für die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer des Klosterberggartens vergeben.

Bosse umriss die Richtlinien, die für die Verleihung der Auszeichnung gelten. Dazu gehört: langjähriges, herausragendes ehrenamtliches Engagement. Nur lebende Personen oder Gruppen können vorgeschlagen werden. Über die Vorschläge, die die Bürgerschaft und der Oberbürgermeister unterbreiten können, entscheidet der Stadtrat. Der OB verriet: «Alle Beschlüsse waren einstimmig.» Die Einteilung in die verschiedenen Kategorien sei abhängig von der Dauer des Engagements. Für zehn bis 20 Jahre wird demnach Bronze vergeben. Silber gibt es für 20 bis 30 und Gold für mehr als 30 Jahre. «Wir freuen uns, dass wir in unserer Stadt dieses Engagement haben», so Bosse. Man könne es nicht verordnen oder einfordern. «Man kann nur dankbar dafür sein, es ist der Kitt in unserer Gesellschaft.»

Blick auch auf Problembereiche

Klaus Scheidl sprach im Namen der Geehrten Dankesworte. Zuvor hatte er die Goldmedaille erhalten, weil er neben weiterem umfangreichem Engagement «ununterbrochen seit 1992 bis heute maßgeblich und erfolgreich die Ausrichtung des Lagerleben-Standes der Pfarrei St.Ulrich mitkoordiniert». Drei Gedanken seien ihm nach Bekanntwerden seiner Nominierung durch den Kopf gegangen, sagte er. Erstens: «Des brauchts doch it», weil es viele Frauen und Männer gebe, die es ebenfalls verdienten. Es sei interessant, zu sehen, wie viele Tätigkeiten für das Gemeinwohl geleistet werden. Und: Bei einer Veranstaltung wie dieser würden zwar die ehrenamtlich Tätigen genannt, aber der Blick werde auch auf die Aufgaben und Problembereiche gerichtet.

Franz Klöbel etwa bekannte nach der Verleihung: «Wenn man mich braucht, bin ich da.» Herbert Kammerer sagte, er werde die Medaille seiner Ehefrau widmen, da sie sein ehrenamtliches Engagement erst möglich mache. Für den erkrankten Alfred Peter, der einst die «Sache der Senioren zu seiner Herzensangelegenheit» gemacht hatte, nahm Ehefrau Ingrid die Ehrung entgegen. «Schön» nannte sie es, dass nichts vom Werk ihres Mannes «im Sande verlaufen ist».

Musikalisch begleitete die Big Band des Jakob-Brucker-Gymnasiums den Abend.

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