• 17. Mai 2018, 07:31 Uhr
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Kirchenasyl: Behörden ermitteln gegen Kemptener Pfarrer

Die Christuskirche gewährt derzeit einem Iraner Kirchenasyl.
Die Christuskirche gewährt derzeit einem Iraner Kirchenasyl. (Foto: Matthias Becker)

Ein neuer Fall von Kirchenasyl in Kempten: Die evangelische Christuskirche in Sankt Mang gibt seit vier Wochen einem Iraner Schutz. Gegen den verantwortlichen Pfarrer Fritz Thum wird nach dessen Darstellung wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt ermittelt.

Der evangelische Dekan Jörg Dittmar kritisiert das scharf. Vor allem, weil sich erst im vergangenen Jahr der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in Kempten gegen strafrechtliche Verfolgung von Kirchenasyl ausgesprochen hatte. Laut bayerischem Justizministerium gebe es derzeit zwar keine Weisung an die Staatsanwaltschaften, Kirchenasyl strafrechtlich zu verfolgen. Bei einem Anfangsverdacht müsse aber ermittelt werden.

Der Iraner, der zur Zeit in der Christuskirche Schutz bekommt, soll laut Thum nach Italien abgeschoben werden, wo er erstmals nach seiner Flucht in Europa registriert worden ist. Allerdings berichte der Mann, dort in zwei Camps von Sicherheitspersonal misshandelt und verletzt worden zu sein. Außerdem hätten die Flüchtlinge dort kein Essen erhalten, Sicherheitspersonal habe psychischen Druck ausgeübt.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 17.05.2018.

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