Kippen Bürger Außenbereichssatzung?

Bolsterlang (elm). Wird die für den Ortsteil Dietrichs erlassene Außenbereichssatzung gekippt? Rund 760 wahlberechtigte Bolsterlanger können darüber beim Bürgerentscheid am Sonntag, 4. April, abstimmen. Für eine einheimische Familie steht dabei auf dem Spiel, ob sie auf elterlichem Grund ein Wohnhaus bauen darf. Die Initiatoren des Begehrens dagegen wollen eine von ihnen befürchtende Ortserweiterung verhindern. Und für die Gemeinde geht es auch um die Frage, ob ein bisher übliches Vorgehen zugunsten bauwilliger Einheimischer in allen Ortsteilen nicht mehr anwendbar wäre. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat auf Empfehlung des Landratsamtes besagte Außenbereichssatzung erlassen, um einer jungen einheimischen Familie den Bau eines Einfamilienhauses zu ermöglichen.

Solche Satzungen wurden mit dem gleichen Ziel in den vergangenen Jahren auch in anderen Ortsteilen Bolsterlangs erlassen, die Vorgehensweise ist auch in anderen Kommunen üblich. Im Dietrichser Fall regelt die Satzung, dass nur dieses eine Grundstück mit einem Einfamilienhaus bebaut werden darf. Sonst, betont Bürgermeister Hans Buhl, werde kein zusätzliches Baurecht geschaffen. Das sehen die Initiatoren des Begehrens Josef Martin, Richard Seider und Friedel Ebert vertreten es offiziell aber anders: Sie befürchten, dass mit der Satzung die Möglichkeit einer Ortserweiterung erhöht wird. Die beim Bürgerentscheid gestellte Frage lautet: Sind Sie dafür, dass das Ortsbild von Dietrichs mit seinem jetzigen, vorwiegend ländlichen Charakter erhalten bleibt und in Dietrichs die bestehenden Baurichtlinien wie für den gesamten Außenbereich auch weiterhin gelten?Wer darauf mit ja antwortet, unterstützt das Bürgerbegehren. Wer mit nein stimmt, unterstützt die Haltung des Gemeinderates. Ob der Bürgerentscheid zugunsten des Begehrens ausgeht, hängt auch von der Wahlbeteiligung ab: Für einen Erfolg des Begehrens müsste erstens die Mehrheit der Abstimmenden bei Ja ihr Kreuzlein machen, und diese Mehrheit müsste außerdem mindestens 20 Prozent der insgesamt stimmberechtigten Gemeindebürger ausmachen sonst ist das Begehren abgelehnt. Der Abstimmungsraum im Gemeindezentrum Kitzebichl, Flurstraße 5, ist von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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