Kinderschutzbund: Hilfe zur Selbsthilfe

Sonthofen | oh | 'Wie vor 30 Jahren ist der Kinderschutzbund Sonthofen auch heute für viele Mütter und Väter Anlaufstelle, Feuerwehr, von der sie sich Rat und Hilfe, die Lösung familiärer Probleme erhoffen.' Das kann nur geschehen, so Vorsitzende Marie-Luise Hausser bei der Mitgliederversammlung, weil engagierte Mitglieder zu helfenden Gesprächen bereit sind. Zudem ermöglichten Spenden und Mitgliedsbeiträge auch materielle Hilfe. Bei der 'Hilfe zur Selbsthilfe' seien Einsicht und Eigenverantwortung gefragt.

Im Rückblick auf das Jubiläumsjahr erinnerte Hausser an drei Veranstaltungen: das Kindertheater 'Das kleine Gespenst', mit Malwettbewerb, die Jubiläumsveranstaltung mit Dr. Bernhard Bueb und dem Thema 'Charakterbildung in erziehungsfeindlicher Zeit' sowie den Aktionstag zum Thema 'Starke Kinder sagen nein'.

Unverändert groß sei das Interesse an bewährten Angeboten, wie den Kursen 'Starke Eltern - starke Kinder' und der Elternschule mit Info- und Diskussionsmöglichkeit zu Themen der Kinder-Entwicklung. Auch der Adventsnachmittag für kinderreiche und allein erziehende Eltern habe hohen Stellenwert. Eingestellt wurde wegen zu geringer Nachfrage die Kleinkinderbetreuung in Rieden. Das Betreuungsangebot am Dienstag in der Johann-Althaus-Straße besteht weiter.

Wichtiges Thema ist die Frage nach einem wirksamen 'Frühwarnsystem', um Vernachlässigung und Fehlentwicklungen von Klein- und Schulkindern zu vermeiden. Das von den Kinderschützern geschaffene Infoblatt 'Ich geh’ zur U - und Du?' setzt auf kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und die Kooperation mit Fachinstitutionen (wie Hebammen, Ärzte, Krankenhäuser, Kindergärten, Krippen, Schulen, Ämter und Sozialverbände).

Unfähige Eltern erkennen

Martin Bartl, Leiter des Jugendamtes, begrüßte den Ansatz: Das rechtzeitige Erkennen überforderter oder unfähiger Eltern könnte tragische Vernachlässigungen von Kindern verhindern. Das unterstrich auch Franz Gailer, Leiter des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Oberallgäu, der mit Elisabeth Strobel (Mitarbeiterin im Projekt 'Mama-Babyhilfe') das neue Präventionsangebot erläuterte. Es bietet Schwangeren und jungen Familien mit Kindern bis zu drei Jahren unbürokratische Unterstützung an.

'Kinder brauchen gute Nachbarn', unterstrich Marie-Luise Hausser eine der Grundforderungen des Kinderschutzbundes. Gute Nachbarn seien auch gefragt, wenn es um Hilfen für Schulkinder gehe, meinten Schulsozialarbeiterin Steffi Zeitler und Miriam Duran, Ausländerbeauftragte im Landkreis. Ein Erfolg war dank des Einsatzes der Sonthofer Schulen auch das Leseförderprojekt, das der Kinderschutzbund finanziell initiiert hatte.

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