Kindergärten: Engpässe zeichnen sich ab

Marktoberdorf(wu). - Nach Einschätzung von Wolfgang Wieder, im Marktoberdorfer Rathaus für die Kindergärten zuständig, wird ab dem nächsten Schuljahr nicht jedes Kind einen Platz im gewünschten Kindergarten erhalten. Wieder erwartet Engpässe in Rieder und Thalhofen sowie in 'St. Magnus' und 'Adalbert Stifter' in Marktoberdorf-Nord. Endgültige Klarheit über die Verteilung der Mädchen und Buben sei erst Mitte Mai zu erwarten. Dann muss laut Wieder im Stadtrat entschieden werden, ob weitere Gruppen vor Ort eingerichtet oder die Kinder auf andere Kindergärten aufgeteilt werden. Die Kindergartenanmeldung wurde unlängst abgeschlossen: 259 An- und Ummeldungen gingen bei Wieder ein. Die Zahl der Anmeldungen ist leicht gestiegen. 'Der Jahrgang 2000 ist ein starker Jahrgang', nennt Wieder als Grund. Ob die Kindergartenplätze reichen, kann Wieder aber noch nicht sagen. Lediglich Tendenzen seien festzustellen. 'Entscheidend ist, wie viele Kinder in die Schule kommen', sagt Wieder. Termin für die Schuleinschreibung ist der 20. April. Auf diesen Termin vertröstet Wieder derzeit auch die vielen besorgten Eltern, die wissen möchten, ob ihr Sprössling im gewünschten Kindergarten unterkommt oder nicht. Bislang hat Wieder Gespräche mit sieben von elf Kindergartenleitern geführt, um sich ein grobes Bild über die zukünftige Gruppenstärke zu machen. Sein vorläufiges Resümee: 'Ich bin mir nicht sicher, ob wir für jedes Kind einen Platz finden.' Probleme erwartet er nach derzeitigem Stand in Rieder, Thalhofen und in den beiden Einrichtungen im Norden Marktoberdorfs. Für diese Kindergärten müsse der Stadtrat nach Lösungen suchen. Denkbar seien die Einrichtung zusätzlicher Gruppen oder die Aufteilung in andere Kindergärten. Dagegen wehrten sich bereits im Herbst 2003 Eltern aus Sulzschneid und Rieder, deren Kinder in Einrichtungen im Stadtgebiet untergebracht werden sollten. Sie forderten von Bürgermeister Werner Himmer eine zweite Kindergartengruppe in Rieder zu schaffen.

Viele Anmeldungen Platz- und Personalmangel waren bisher die Argumente der Stadt, warum in Rieder keine zweite Gruppe eingerichtet wird. Nun erwartet Wieder auch in Thalhofen und in Marktoberdorf-Nord Probleme bei der Belegung. Auch dort sieht Wieder kaum bauliche Lösungsmöglichkeiten vor Ort. Und gerade für die Kindergärten 'St. Magnus' und 'Adalbert Stifter' habe er überdurchschnittlich viele Anmeldungen erhalten. Eine Entscheidung ob zusätzliche Gruppen eingerichtet werden oder nicht müsse der Stadtrat Mitte Mai treffen. Erfreuliches sei dagegen über den Waldkindergarten zu berichten, sagt Wieder. 'Die Einrichtung wird von vielen Seiten gelobt. Die Nachfrage ist auch für das neue Schuljahr da', weiß Wieder. 18 Kinder sind derzeit in der Gruppe. Die maximale Gruppenstärke liege bei 20 Mädchen und Buben.

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