Artenschutz
Keine Sträucher für den Funken: Dietmannsrieder Landwirte sammeln in diesem Jahr nicht mehr alles

Am Wochenende finden im Allgäu wieder die traditionellen Funkenfeuer statt. In diesem Jahr sammeln die Dietmannsrieder Landwirte aber für den Funken weder die Äste vom Strauchschnitt, noch Holz von Baumfällungen.
  • Am Wochenende finden im Allgäu wieder die traditionellen Funkenfeuer statt. In diesem Jahr sammeln die Dietmannsrieder Landwirte aber für den Funken weder die Äste vom Strauchschnitt, noch Holz von Baumfällungen.
  • Foto: Benedikt Siegert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Die Dietmannsrieder Bauern wollen das Brauchtum nicht boykottieren, sagen sie. Aber ein Zeichen setzen – das wollen sie: In diesem Jahr sammeln sie für den Funken weder die Äste vom Strauchschnitt, noch Holz von Baumfällungen. Damit reagieren die Landwirte auf das Ergebnis des Artenschutz-Volksbegehrens. „Wir Landwirte stellen unseren Service teilweise ein“, sagt Eduard Stiegeler, Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbands in Dietmannsried. Damit wollen er und seine Kollegen die Bürger auch zum Nachdenken anregen – und für die Nöte der Bauern sensibilisieren.

In Dietmannsried hatten 18,6 Prozent der Stimmberechtigten für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterschrieben. Und damit – aus Sicht von Stiegeler – für massive Einschränkungen der Landwirte. 

Was aber hat das mit dem Funkenfeuer zu tun, dem Brauch, der den Winter austreiben soll? Die Dietmannsrieder Bauern stellen jedes Jahr ihre Maschinen kostenlos zur Verfügung und sammeln im Ortsbereich Material ein, das verbrannt werden kann. Sie selbst dürfen nach Ansicht derer, die das Volksbegehren unterschrieben haben, künftig Feldgehölze nicht mehr zurückschneiden, sagt Stiegeler. 

Wie die Dietmannsrieder Landwirte außerdem ein Zeichen setzen wollen, erfahren Sie in der Dienstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 05.03.2019.

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