Weiler-Simmerberg
«Keine Rollladensiedlung»

Campingplatzbetreiber Dietmar Jankowski kann seine Planung intensivieren: Mit drei Gegenstimmen hat der Gemeinderat Weiler-Simmerberg die Änderung des Bebauungsplanes mit Grünordnungsplan «Campingplatz Alpenblick» durchgewunken. Nun stehen noch die Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange aus. Wenn auch diese positiv ausfallen, wird der Bebauungsplan rechtskräftig und Jankowski kann sein Vorhaben zur Errichtung von Ferienbungalows in die Tat umsetzen.

Auf dem Campingplatz im Ortsteil Schreckenmanklitz sollen kleine eingeschossige Ferienhäuschen mit Holzfassaden für Familien mit drei bis fünf Personen entstehen. Zunächst eine Handvoll, bei entsprechendem Bedarf insgesamt 26 Stück mit einer Einzelfläche zwischen 40 und 50 Quadratmetern und einem Satteldach bei maximaler Firsthöhe von 3,80 Metern. Geopfert werden dafür Stellplätze für Wohnwagen. «Dieser Strang steht zu 90 Prozent leer. Das wollen wir beleben», sagte Jankowski, der vom Gemeinderat ein Rederecht erhalten hatte.

Der Bebauungsplan sieht vor, dass in regelmäßigen Abständen zwischen den Bungalows eine mindestens sechs Meter breite Freifläche entstehen muss, die mit Gehölz bepflanzt werden soll. Ob er tatsächlich auch die maximale Größen ausschöpfen wird, lässt Jankowski offen.

«Falls es zu groß ist, dann bauen wir auch mit 35 Quadratmetern», sagte der Betreiber. Zum Vergleich: Ein Wohnwagen mit Vorzelt benötige durchschnittlich auch rund 40 Quadratmeter Platz.

Ilg: «Passt hier nicht hin»

Bereits auf der letzten Sitzung hatten einige Gemeinderäte - wie auch kurz darauf der Bund Naturschutz in einem offenen Brief - Bedenken geäußert, die Bungalows könnten als Zweitwohnungen verkommen. Diese versuchte Jankowski auszuräumen. «Zweitwohnungen kommen auf keinen Fall in Frage. Wir wollen keine Rollladensiedlung», versicherte er. Es sei ganz klar festgelegt, die Häuschen an einen wechselnden Personenkreis zu vermieten. «Davon lebt der Campingplatz», unterstrich er, konnte allerdings nicht alle Räte überzeugen. «Das hat mit einem Campingplatz nichts zu tun. Es passt auf jeden Fall hier nicht hin», meinte beispielsweise Gerd Ilg.

Karrer: «Eine neue Nische»

Hingegen sieht Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph eine Chance, um die Gästezahlen in der Marktgemeinde nach oben zu bringen. Er verwies darauf, dass die Aufenthaltsdauer der Urlauber in Weiler bei durchschnittlich vier Tagen liegt. Für solche Kundschaft seien die Bungalows ideal. «Es ist eine neue Nische, die neues Gästepotenzial anlockt», ist sich auch Gemeinderätin Katharina Karrer sicher, die sich als 2. Vorsitzende des Verkehrsverein seit vielen Jahren mit dem Tourismus beschäftigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019