Pforzen
Keine Rampe für Pforzener Rollstuhlfahrer

Eine Lösung für die Neugestaltung des Eingangsbereichs des in die Jahre gekommenen Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pforzen ist auch nach den Beratungen in der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht in Sicht. Bürgermeister Hermann Heiß hatte das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, um mit dem Ergebnis der Gespräche in die kommende Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG-Pforzen zu gehen. Er vertrat angesichts der eher ablehnenden Haltung im Rat zu Anbau und Rampe für Rollstuhlfahrer die Ansicht, der Plan werde bei der Versammlung keine Mehrheit finden.

Die Gemeinde hat bei der Vergabe von Fördermitteln im Rahmen des Konjunkturprogramms II den Zuschlag in Form von 197 000 Euro erhalten (wir berichteten). Der Betrag soll die Kosten für die Wärmedämmung der Außenwände, die Dachsanierung und neue wärmeisolierende Fenster zu rund 87 Prozent abdecken. Da auch der Eingangsbereich nach Meinung von VG-Vertretern insbesondere wegen der nicht gegebenen Barrierefreiheit umgestaltet werden sollte, war die Idee aufgekommen, den Eingang in einem Zug mit umzubauen. Die Planzeichnung, die Heiß dem Gremium vorlegte, sieht einen würfelförmigen, auf zwei schlanken Säulen ruhenden Erker über dem Eingang sowie eine Rampe für Rollstuhlfahrer vor. Kosten solle dies rund 35000 Euro, die von den beiden Mitgliedsgemeinden mitfinanziert werden müssten. Die Rampe darf eine Steigung von sechs Grad nicht überschreiten.

Dadurch wird sie lang und wuchtig und würde die gesamte Fläche bis zum Gehweg in Anspruch nehmen.

Baumaßnahme «inkonsequent»

Heiß vertrat die Ansicht, der Anbau zur Bahnhofstraße verändere die Gebäudeansicht eher negativ. Man könne ihn «ohne Weiteres streichen», zumal er die Vergrößerung seines Dienstzimmers für «nicht notwendig» erachtete. Peter Rohrmoser hielt eine solche Gebäudeansicht für «schlimm». Die Rampe sei zu dominierend. Roman Wörle erklärte, es sei inkonsequent eine Rampe zu bauen, ohne das Gebäudeinnere barrierefrei zu machen. Zum Erker meinte er, dieser sei, «nicht geglückt».

Anton Demmler sagte, die Kosten-Nutzen-Relation des Umbaus stimme nicht. Man müsse Prioritäten setzen. In diesem Zusammenhang solle man bedenken, dass der Keller des Gebäudes mit Wasser an den Wänden «böse aussieht». Alles deute darauf hin, dass es bei der energetischen Sanierung bleibe, so Heiß. Der Dachabstand müsse vergrößert, die Gauben saniert werden. Allein letztere Maßnahme werde 36000 Euro kosten. Es sei zudem schwierig, eine Rampe im Winter schnee- und eisfrei zu halten.

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